Am nördlichen Gardasee

Am Dienstag-Nachmittag sind wir dann – nach dem Stadtbesuch von Trient – zum Gardasee gefahren, ca. 45 km. Hier sind wir nun am nördlichen Ufer, in Torbole sul Garda, das ist neben Riva del Garda, auf dem Stellplatz Trans.it, neben dem CP Europa.

Der Stellplatz ist wirklich zu empfehlen: Strom, Wasser, Abwasser, TV-Antenne sind an jedem Stellplatz. Duschen, Toiletten, Mini-Markt, eigener Seezugang, der See nur 20 m entfernt. Die Lage kann als ruhig bezeichnet werden.

N 45°52’22 E 10°52’17

Den gestrigen Tag haben wir mit einem Ausflug am Seeufer entlang verbracht und sind zunächst nach Limone gefahren. Das Wetter war den ganzen Tag über sehr schön.

Am Nachmittag dann ein Fahrt zum „Lago de Tenno“. Der See liegt auf einer Höhe von 570 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet in eine nahezu unberührte Naturlandschaft. Bemerkenswert ist seine besondere, ins Türkis bis Himmelblau gehende Farbe, weswegen er auch Lago Azzurro genannt wird. Der See ist klein und hat eine Größe von ca. 0,25 km², was aber je nach Niederschlagsmenge variiert. Im Herbst können starke Regenfälle den See um 15 Meter ansteigen lassen. In einer Studie wurde der Lago di Tenno als sauberster Süßwassersee Italiens ermittelt.

Auf der Rückfahrt zum Stellplatz sind wir noch kurz in das Delikatessen-Geschäft „Agririva“ am Stadtrand von Riva gefahren. Es ist eine der modernsten Kellereien und Oliven-Ölmühle Norditaliens, deren Produkte stets hoch bewertet werden. Noch nie gesehen: eine „Wein-Tankstelle“ in Form von Zapfsäulen.

Am Abend dann Teil 2 unserer „Genussreise rund um den Gardasee“, das Restaurant „La Terazza“ und sein Koch „Ivo Miorelli“. Es gibt nämlich zwei Gründe, um dieses Restaurant in Torbole zu besuchen: Der eine sind die köstlichen Fischgerichte, mit denen Ivo seine Gäste verwöhnt, und zum anderen der traumhafte Blick auf den Gardasee. Die Gerichte, die auf der Speisekarte stehen, sind Legende. Nicht nur, weil sie so gut sind. Die Rezepte, auf denen Ivo´s kreative Kochkunst basiert, stammen noch aus der Zeit, als Torbole noch ein armes Fischerdorf war. Auch seine Vorfahren waren Fischer. Und die Rezepte hat er größtenteils von seinem Großvater übernommen und verfeinert.

Heute, Donnerstag, war es bis zum Mittag sonnig mit Temperaturen von rund 22 Grad. Dann zogen Wolken auf und die Sonne hat sich bis zum Abend nicht mehr blicken lassen. Aber der bewölkte Himmel war für uns ein guter Grund, die Räder rauszuholen und zur Nachbarstadt „Riva del Garda“ zu radeln.

Riva gehörte früher zu Österreich-Ungarn und wurde damals auch Reiff am Gartsee genannt. Im Zuge des Vertrags von St. Germain wurde es nach dem Ersten Weltkrieg an Italien abgetreten. Bis zum Ende des Krieges war Riva eine Festung und wurde von der italienischen Artillerie beschossen, was erhebliche Schäden anrichtete.

Hier am Gardasee wird jeder Quadratmillimeter touristisch genutzt. Aber man muss wirklich eines ganz offen sagen: alles hier ist sehr sauber, kein Dreck auf den Straßen. An den Uferpromenaden sind viele Grünflächen angelegt worden mit schönen Blumenbeeten. Es sieht alles sehr ordentlich aus.

Und die Hochsaison – Juli und August -ist ja nun vorbei. Die Restaurants und Promenaden sind zwar gut belegt, aber es ist nicht voll. Ausser, es kommen gerade mal 2 oder 3 Reisebusse mit „Silberfüchse“… 😀

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