At the beginning was the word…

Heute war ja ein ganz besonderer Tag.

Und etwas besonderes war, dass wir eine Messe in der Kirche besucht haben. Ich hatte so die Vorstellung, eine Messe mit Gospel-Chören zu besuchen, wo Songs á la „Oh happy day“ gesungen werden.

Aber dafür waren wir in der falschen Kirche. Dort waren 99,9% Weisse und kein Gospel-Gesang. Am Eingang schon wurden wir freundlich begrüßt, und als bekannt wurde, dass wir aus Deutschland sind, wurden wir gebeten, nach der Messe im Foyer den Pastor zu begrüßen.

Der Gottesdienst begann mit Chor, mit Kapelle. Er läuft hier ganz anders ab, als wir den von Deutschland kennen. Der ganze Raum ist wie ein Theater mit terrassen-förmig angelegten Sitzreihen und Balkonen angelegt. Alles saubere Teppiche. Und – worüber sich jeder Pfarrer oder Pastor in Deutschland freuen würde: fast alle Sitzplätze waren belegt.

Es wurde gesungen, auf Video-Leinwänden konnte man den Text ablesen, es wurden kleine Video-Filme eingespielt, und dann wurde man aufgefordert, seine Nachbarn zur Linken, zur Rechten, vor sich und hinter sich zu begrüßen. Danach eine für unseren Geschmack zu lange Predigt vom Pastor. Es war eine Messe zum Mitmachen: die Gottesdienstbesucher waren während der Predigt damit beschäftigt, einen Fragebogen auszufüllen, der sich mit den Fragen der Predigt beschäftigte. Der Pastor war auch nicht in einem kirchlichen Gewand gekleidet. Ganz normal in einem dunkel-grauen Anzug.Es war die „First Baptist Church“ in Plant City.

Am Ausgang wurden wir dann ganz herzlich vom Pastor Dr. Michael Lewis begrüßt, der sich danach erkundigte, wo wir herkommen und wieso wir ausgerechnet in diese kleine Stadt zur Messe kommen. Zum Abschied gab es noch eine Geschenktüte mit einer Büro-Kaffeetasse.

Beeindruckt hat mich der Aufwand, der betrieben wird. Man darf sich dort nicht nur eine Kirche vorstellen, sondern drum herum waren noch viele Räume, wo Kinder betreut werden, man kann sich zum Kaffee-Plausch treffen, es gibt eine Bibliothek, die Eltern können sich am Computer einloggen und bekommen einen „Pager“, also ein kleines Gerät das „piept“, wenn die kleinen Kinder es nicht mehr aushalten und die Eltern gesucht werden. Es gibt Englisch-Unterricht, Sonntags-Schule und vieles mehr.

Es wird viel getan für die Kirchengemeinde, und wer sich engagieren will, der findet dort einen Rückhalt. Ich habe den Eindruck, dass sich die Gemeindemitglieder untereinander mehr um einander kümmern, als das in Deutschland der Fall ist.

Um die Gottesdienst-Besucher nicht zu stören, habe ich nur wenige Fotos (Erlaubnis vorher eingeholt) gemacht:

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