Auf dem Weg in die Abruzzen und Marken

Am Sonntagmorgen sind wir vom Regen in Rom geweckt worden. Aber nach einer halben Stunde kam schon wieder die Sonne. Wir wollten ins Landesinnere fahren, Richtung „Marken“. Marken ist eine Region in Italien, wie z. B. auch Toscana, Piemont, Sizilien. Jeder kennt die Toscana, zumindest vom Hören. Aber kaum jemand kennt Marken. Marken liegt in Mittelitalien, östlich der Toscana. Es ist eine Bergregion mit Bergen um die 2.500 m. Die Landeshauptstadt ist Ancona.

Wir hatten uns einen Stellplatz in Amatrice ausgesucht, am Rande des Nationalparks „Gran Sasso“. Leider hatte sich das Wetter auf dem Weg dorthin total verändert: Regen und Kälte überraschten uns. Die Temperaturen gingen auf 12-14 Grad zurück, was auch daran lag, dass der Ort auf rd. 1.000 m liegt. Beim Mittagessen haben wir dann kurzentschlossen die Route geändert und sind zur Küste gefahren. Dort regnet es zwar auch, aber das Thermometer ist hier freundlicher zu uns.

Wir sind nun auf einem Campingplatz in Giulianova, Region Abruzzen. Die Fahrstrecke betrug insgesamt 252 km.

Auf dem Weg nach Amatrice sind wir durch L’Aquila gefahren. Anfang April 2009 starben bei einem verheerenden Erdbeben  mehr als 100 Menschen. L’Aquila ist die Hauptstadt der von dem nächtlichen Beben stark betroffenen Region Abruzzen, gelegen etwa 100 Kilometer nordöstlich von Rom. Das Beben der Stärke zwischen 5,8 und 6,3 auf der Richter-Skala hatte die Menschen am frühen Morgen im Schlaf überrascht. Es war das schwerste Beben in Italien seit November 1980. Ganze Ortschaften der Unglücksregion sind zerstört und 15.000 Gebäude stark beschädigt worden. Die Obdachlosen-Zahl wird mit bis zu 100.000 Menschen angegeben. Wir konnten in L’Aquila sehen, dass es noch große Zeltdörfer gibt, in den die Menschen leben. Selbst noch 40 km entfernt sahen wir die typischen blauen Zelte, die von der Regierung bereitgestellt wurden.

Also wie gesagt: es regnet ziemlich viel und wir machen heute einen ausgedehnten „Bürotag“… 🙂

Und hier sind wir nun:

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