Auf der Suche nach einem Storage

Gestern haben wir uns auf den Weg gemacht, zwei der uns empfohlenen Storages aufzusuchen. Unter „Storage“ versteht man ein Lager, ein Depot, ein Archiv, usw. In unserem Falle eben eine Abstellmöglichkeit für unser Wohnmobil und den Jeep.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Wohnmobil unter zustellen. Grundsätzlich gibt es zwei wesentliche Unterscheidungen: im Freien oder in der Halle. Und wie immer im Leben gibt es „Für und Wider“. Für das Abstellen im Freien spricht vor allem zuerst der – niedrigere – Preis. Allerdings sind die Fahrzeuge dann dem Wetter ausgesetzt, hier in Florida hauptsächlich der Sonne. Eventuell auch einem Hurrican. Und sie sind einfacher und schneller für die unliebsamen Zeitgenossen unter uns erreichbar: Einbruch, Diebstahl, Vandalismus. Ausserdem nicht zu vergessen: Insekten, Mücken, Mäuse, Ratten oder sonstige Tiere können ebenfalls Schaden anrichten.

Man kann vielleicht den Campground-Besitzer fragen, ob er in der „hinteren“ Ecke noch Platz für ein Wohnmobil hat. Manche machen das. Die Preise, die wir dafür in Erfahrung gebracht haben, liegen bei etwa 50 US$ an. Es gibt auch professionelle Betreiber von Abstellplätzen, siehe „Adult-Toy„, 35 km vom Flughafen Orlando entfernt. Laut eigener Aussage der größte Anbieter von Stellplätzen in Florida. Wir konnten uns – was uns nicht gefallen hat – frei auf dem Gelände bewegen. Das Tor war offen. Die Stellplätze im Freien waren zu ca. 80 % belegt. Wir hatten auch ungehinderten Zugang zu einer Halle, die komplett gefüllt war. Es gibt „Halbrund-Hallen“, relativ flach, und mit einer Art Kiesboden. Hier bei „Adult-Toy“ liegen die Preise für ein Wohnmobil (ohne PKW) zwischen 90 US$ im Freien und 300 US$ in der Halle. Für Wohnmobil und PKW sind es zwischen 150 und 400 US$.

Wir sind dann weiter nach Orlando gefahren, zu der Firma „Auto Boat Storage„. Nach deren Webseite der größte Anbieter in Orlando. 12 km vom Flughafen entfernt. Die Halle ist ca. 270 m mal 90 m. Sauber, keine Ölflecken auf dem Betonboden, sehr hohe Halle. Zu 75% mit Wohnmobilen, Autos und Booten gefüllt. Der Eigentümer heißt Arthur und ist sehr freundlich und bei der Preisgestaltung flexibel. Der Listenpreis für Wohnmobil und PKW liegt bei 300 US$ pro Monat. Während der Zeit, wo die Fahrzeuge dort untergestellt sind, kann man die Fahrzeugversicherungen „herunter fahren“, denn dort steht man ziemlich sicher. Darüber hinaus bietet Arthur noch einen Reifenservice an, verkauft Auto-Batterien und reinigt die Fahrzeuge innen und aussen (Wash and Wax).

Bei einem Rundgang durch die Halle fiel uns ein Wohnmobil der Marke „Prevost“ auf. Es gibt einen Anhänger im selben „Outfit“ sowie einen Sportwagen und ein Motorrad. Alles zusammen mit einem Neuwert von 1,6 Millionen US$. Das Wohnmobil ist komplett Hand gefertigt, hat keine Slide-Outs, die Innentüren gehen alle auf Knopfdruck auf. Der Eigentümer nutzt das Wohnmobil nur als „fahrendes Büro“, hat noch nie drin geschlafen….

Na, wie schon an anderer Stelle gesagt: man gönnt sich ja sonst nichts.

Anschließend sind wir noch einen kurzen Spaziergang in der „Innenstadt“ von Orlando unternommen. Wenn man gerade mal dort in der Nähe ist, kann man mal zum Zentrum fahren. Ansonsten aber ein nicht sehr lohnendes Ziel…

Übrigens: nun ist es Samstag, 9 Uhr morgens, und die Sonne scheint schon wieder, der Himmel ist strahlend blau…

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Uschi

Farben: 5e7630 a0250c

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