Biscayne National Park

Acht Uhr. 9 Grad Celsius. Eiskalter Wind. Die Kältewelle schwappt über uns und lässt uns frieren. Im Wohnmobil machen wir die Heizung an…

Der heutige Tag begann – nach dem Frühstück – mit einem Ausflug zum Biscayne National Park. Der Park ist 700 qkm groß und bietet einen hervorragenden Einblick in die Welt der Korallen. Nur 18 qkm, das sind 4% des Parks, bestehen aus Landfläche, davon der überwiegende Teil aus der Koralleninsel Eliott Key.

Die junge Dame vom Besucherzentrum erklärte uns anhand von Skeletten die Tiere der Wasserwelt. Sie machte uns auf eine Ausstellung der Bilder von Matt Stock aufmerksam, von denen wir dann einige fotografiert haben. Wer sich weitere Bilder von ihm ansehen will, kann unter Matt Stock Photos klicken und unter „Portfolios“ sich die Bilder zu „Stiltsville Illuminated, Hidden Groves und Wrecked“ ansehen. Echt tolle Technik…

Aber nicht nur wir haben gefroren, sondern auch 4 oder 5 Waschbären, die sich zusammen gekauert auf dem Balkon des Besucherzentrums gegenseitig wärmten.

Hier nachfolgend 2 Bilder, um die Lage vom Biscayne National Park zu verdeutlichen, der südlich von Miami liegt:

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Ausserdem wurden wir auf das „Royal Palm Visitors Center“ aufmerksam. Es liegt nur ein paar Meilen hinter der Einfahrt der Everglades entfernt. Der Eintritt kostet 10 US$ pro PKW. Mit einem Ticket darf man aber 7 Tage lange dort bleiben oder immer wieder hin. Das Gebäude selbst ist eher unspektakulär, aber die beiden Trails (Spazier- oder Wanderwege) rund um das Gelände, die jeweils ca.15-30 Minuten in Anspruch nehmen, sind jeden Schritt wert. Viele Tiere und interessante Pflanzen sind hier zu finden. Wir empfehlen jedem Florida-Besucher, hier einen Abstecher zu machen. Insbesondere dann, wenn man auf einen so freundlichen und hilfsbereiten Ranger trifft, wie wir heute. Er hat uns sehr viel über die Alligatoren, die Pflanzen und über sonstige Tiere erzählt. Und davon gibt es eine ganze Menge…

Wir hatten Glück, dass sich ein Alligator direkt vor unseren Augen an Land begab. Es war ein „Prachtkerl“… Auch andere Alligatoren konnten wir im Wasser schwimmen sehen. Das Wasser ist übrigens ganz klar. Es strömt durch die Everglades und wird von den Pflanzen (Schilf und andere) gefiltert.

Glück hatten wir auch, den „Purple Gallinule“ zu sehen. Ein spektakulärer Vogel, schillernd bunt, der über die Blätter der Seerosen und Wasser-Lilien geht. Er lebt in den Sümpfen der Everglades und frisst Pflanzen, Insekten, Frösche, Würmer.

Und unser heutiges Glück ging sogar noch weiter: weil es heute ungewöhnlich kalt war, tagsüber nur 15 Grad, hatten wir auch keine Probleme mit den Mücken. Die Everglades sind ja eigentlich bekannt dafür 🙂

Auf der Rückfahrt haben wir am Laden von „Robert is here“ angehalten. Er bietet eine Riesenauswahl an Obst und Gemüse, selbst gemachte Marmeladen, Honig, Senf, und vieles mehr an. Vor dem Laden standen noch drei Oldtimer, zwei Ford F100 und ein mir unbekanntes Fahrzeug.

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