Blue Ridge Parkway – die Panoramastraße Teil 1

Der Blue Ridge Parkway ist eine eigens für den Freizeitverkehr gebaute Straße, die 469 Meilen (755 km) längs der Blue Ridge Mountains – einem Teil des Appalachen-Gebirgszugs – in den USA führt. Sie verbindet den Shenandoah-Nationalpark in Virginia mit dem Great Smoky Mountains National Park in North Carolina und endet im Gebiet des Great Smoky Mountains National Park und der Indianer-Reservation der Cherokee.

Die Straße ist nicht nur ein Paradies für Motorradfahrer, auch für WoMo-Fahrer. So eine Panoramastraße haben wir noch nicht gesehen, dabei sind wir heute erst etwa 50 km auf ihr gefahren. Es ist eine 2-spurige Landstraße, wenig befahren, gute Asphaltdecke, keine Schlaglöcher. Kein einziges Werbeplakat am Straßenrand, keine Tankstellen, keine Lastwagen, keine Hamburger-Buden, keine Läden, nicht mal Wohnhäuser gibt es hier. Nur grüne Natur und jede Menge Rhododendren- und Azaleen-Sträucher. Und immer wieder rechts und links des Weges die traumhafte Aussicht auf die „Mini-Schweiz“. Alle paar hundert Meter gibt es Parkplätze, von denen man aus die Gegend in Ruhe genießen kann, sogenannte „Overlooks“. Oder man startet Wanderungen auf einen der vielen „Trails„, die direkt vom Parkway aus starten. Und das alles bei moderaten Temperaturen, die von Mai bis Oktober zwischen 20 und 28 Grad C betragen.

Die Uschi hat einen Aushang fotografiert, der darüber informiert, wie man sich verhalten soll, wenn man auf einen Bären trifft.

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Man soll also keine Lebensmittel im Zelt lassen, Abfall ordnungsgemäß entsorgen, und wenn ein Bär kommt, ihn durch lautes Schreiben und heftiges Gestikulieren zur Flucht zwingen. Falls alles nicht hilft, soll man einfach nur kämpfen, mit allen Gegenständen, die man gerade so zur Hand hat… Auf jeden Fall sei „Todstellen“ keine geeignete Lösung 🙂

Aber keine Sorge, die Amerikanischen Schwarzbären sind in aller Regel sehr schüchtern und schnell auf der Flucht.

Alle ca. 5 oder 10 km gibt es Ausfahrten, um die abseits des Weges liegenden Restaurants, Hotels, Wanderwege oder sonstige Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. Und davon gibt es eine ganze Menge. Zum Beispiel Wasserfälle, „Sliding Rocks“ oder die Stadt Asheville, die wir besucht haben.

Asheville hat ca. 80.000 Einwohner und ist ein kleines „Juwel“ in den Blue Ridge Mountains. Asheville war lange Zeit ein Ferienziel der Reichen von der Ostküste. Heute leben hier viele Künstler und Studenten, die die Stadt jung halten. Und es gibt viele interessante Gebäude zu besichtigen, die vom Architekten „Douglas Ellington“ geschaffen wurden:

Aber zurück zum „Parkway“: Es waren auch einige mit ihren Wohnmobilen unterwegs. Die Tunnels, die wir durchfahren haben, hatten eine Durchfahrtshöhe von 13,3 Feet (etwa 4 Meter) oder höher. Es gibt einige Campgrounds auf dem Blue Ridge Parkway oder ganz in der Nähe.

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Am schönsten und prächtigsten, so haben wir gehört, soll der Herbst sein: Indian Summer überall, feurig leuchtend mit allem, wozu sich Laub verfärben kann, von quittengelb bis weinrot. Im Winter sind einige Strecken der Straße gesperrt. Dann liegt dort Schnee, der nicht geräumt wird (tiefster Punkt 198 m, höchster Punkt 1843 m).

Wer weitere Informationen über das Thema „Blue Ridge Parkway“ sucht, sollte sich hier informieren. Die Seite ist zwar nur auf Englisch, aber der interessierte Leser kann eine ganze Menge an Tipps für seine Reisepläne finden. Und zur Not hilft Google ja mit der Übersetzung 🙂

Leider hatten wir gestern einen bewölkten Tag. Die Schlechtwetterfront von der Mitte der USA, insbesondere in Oklahoma, die in den letzten 14 Tagen für erhebliche „Unwetter“ mit verheerendem Tornado und Sturm sorgte, kam nun in stark abgeschwächter Form auf den Osten der USA zu.

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