Boca Raton

Pünktlich zum Frühstück bekamen wir heute Besuch: ein Eichhörnchen – hier heißen die: Squirrel, und es gibt scheinbar in ganz Florida unzählige Exemplare davon – war ganz neugierig und interessierte sich dafür, was es bei uns zu essen gab.

Nach dem Frühstück haben wir die Stadt Coral Springs besucht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Süden Floridas einen gewaltigen Immobilienboom. In den späten 1950er Jahren wurde das Land im östlichen Broward County um Fort Lauderdale knapp. Immobilienfirmen suchten nach zusätzlich erschließbarem Land weiter westlich. Obwohl das Gebiet des jetzigen Coral Spring noch recht sumpfig war, passte es genau zu der Vision des Immobilienmaklers James Hunt von einer auf dem Reißbrett geplanten Stadt. Seine Firma Coral Ridge Properties kaufte für 1 Mio. $ 1,6 km² Land und baute dort drei hölzerne Hütten, in die vier Mitarbeiter einzogen. Damit waren im Staat Florida die Voraussetzungen erfüllt, offiziell als Gemeinde eingetragen zu werden. Die Registrierung erfolgte am 10. Juli 1963. Heute – rund 50 Jahre später – leben hier 125.000 Menschen…

Weiter ging unser Ausflug nach Lighthouse Point, nördlich von Fort Lauderdale, direkt am Meer gelegen und an der A1A. Die A1A ist eine Staatsstraße, die meist direkt an der Ostküste Floridas entlang läuft, vom Norden bis zum Süden, und rund 530 Kilometer lang ist. Sie ist nicht zu verwechseln mit der US1, die fast parallel läuft. Die A1A führt sehr oft über die sog. Keys, also die schmalen Inselstreifen, die dem Festland vorgelagert sind.

Aber zurück zu Lighthouse Point. Auch hier haben wir – ähnlich Fort Lauderdale – wunderschöne Häuser gesehen, an den Kanälen gelegen, vor den Häusern schöne Vorgärten und entsprechende PKW, hinter den Häusern liegt dann die Yacht…

lighthouse

Und der Strand von Hillsboro Beach war sehr gut besucht, die Cafés und Restaurants an der Promenade „rappelvoll“. Und das nennt man „Krise“??? Wie soll das erst aussehen, wenn die Wirtschaft brummt???

Wir hatten aber Glück und konnten mit Ulla und Dieter noch einen freien Platz erwischen und leckere Longdrings bestellen.

Weiter ging es nach Boca Raton, eine Stadt mit ganz exklusiven Villen. Besonders zu erwähnen ist die „Hillsboro Mile“. Hier liegen die Villen auf der einen Seite direkt am Meer, mit eigenem Privatstrand, und zur anderen Seite über der Straße, liegen am „Intercoastal Waterway“ die „Bötchen“ am eigenen Steg die entsprechenden Yachten. Die Villen haben uns aufgrund der Größe und der Bauweise an Schlösser, Hotels oder Museen erinnert. Dabei sind es alles nur „Einfamilienhäuser“, und in der Regel wohnen dort nur 2 Personen. Na ja, man gönnt sich ja sonst nichts…

Nach zwei Stunden mussten wir uns leider schon von Ulla und Dieter verabschieden, da die beiden am Abend noch andere Termine hatten.

Uschi und ich sind zurück nach Lighthouse Point gefahren, um dann ganz gemütlich über die A1A nach Fort Lauderdale zu fahren. Der Abschnitt zwischen Lighthouse Point und Fort Lauderdale ist geprägt von einer Vielzahl von sehr großen Apartmenthäusern. 15 oder 20 oder 25 Etagen hoch. Rechts und links der Straße. Ehrlich gesagt: nicht so schön…

Aber es ist viel los und wir haben den Eindruck, es herrscht gute Stimmung. Wir sind dann weiter, immer auf der A1A bis nach Fort Lauderdale, haben kurz nach dem Las Olas Boulevard etwa in Höhe des Riverboats „Jungle Queen“ geparkt und sind dann über die Promenade geschlendert. Und dazu gab es Pina Colada…

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Uschi

Farben: 5e7630 a0250c

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