Boston/Ma

Nach Boston sind wir mit dem PKW gefahren und nicht mit dem Wohnmobil. Und das war gut so. Denn in Boston gibt es ziemlich viele Brücken und Tunnels, die nur eine Höhe von etwas über 3 Meter haben. Und da passt so manches Wohnmobil gar nicht durch. Ausserdem gibt es in Boston keinen Campground. Erst etwa rund 50 km weiter haben wir einen Platz gefunden. Ein gutes Geschäft ist die Vermietung von Parkplätzen. Die sind extrem knapp und extrem teuer. Für zwei bis drei Stunden zwischen 18 und 20 US$.

Boston hat uns gut gefallen. Eine große und lebendige Stadt. Die Metropole ist eine der ältesten, wohlhabendsten und kulturell reichsten Städte der USA. Und gleichzeitig eine junge Stadt. Dort leben viele Studenten, die den Altersdurchschnitt nach unten drücken. Wenn man in die Stadt hinein fährt, so sieht man zuerst die Wolkenkratzer, ähnlich der Manhattan-Skyline. Nur nicht ganz so riesig.

Zuerst haben wir den Stadtteil Cambridge mit seiner Harvard-Universität aufgesucht. Sie gilt weltweit als die Elite-Universität. Etliche Nobelpreisträger und andere prominente Persönlichkeiten haben hier studiert. Beispiele: Bill Gates (der von Microsoft), Mark Zuckerberg (der von Facebook), einige Präsidenten der USA, wie John F. Kennedy, George W. Bush und Barrack Obama. Der ist sogar beides: Präsident und Nobelpreisträger. Auch Michelle Obama war hier als Studentin. Es soll zur Zeit rund 30.000 Studenten geben und 73 verschiedene Studiengänge. Die Studiengebühren betragen im Moment satte 57.000 US$. Pro Jahr. Und pro Student 🙂

Wir haben eine Führung über das Gelände gemacht und wurden von dem jungen Alex, ebenfalls Harvard-Student, über den Campus geführt. Ein cleverer und witziger Bursche. Er kennt sich sehr gut aus und konnte die eine oder andere Geschichte erzählen. So zum Beispiel, dass bis 1970 jeder Studierwillige einen Schwimmausweis vorlegen musste.  Das war eine der Forderungen von Eleonore Widener, die vor rund 100 Jahren eine riesige Bibliothek gespendet hat und deren Sohn Harry beim Untergang der Titanic ums Leben kam. Er konnte nicht schwimmen….

Seit 1970 verzichtet man auf Schwimmausweise, damit auch Behinderte an der Harvard-Universität studieren können.

Anschliessend sind wir den „Freedom Trail“ entlang gegangen. Der Freiheitspfad ist eine etwa 4 km lange Besichtigungs-Route in Boston, die siebzehn historische Sehenswürdigkeiten verbindet. Der Weg ist mit einer durchgezogenen roten Linie auf dem Boden markiert und führt vom Boston Common im Stadtzentrum durch die Innenstadt, über den Charles River im Norden nach Charlestown und endet dort am Bunker Hill Monument. Die bequem zu Fuß zurückzulegende Strecke ist eine beliebte Touristenattraktion und erlaubt einen schnellen Überblick über das historische Boston.

Auf diesem Weg kann man auch gut erkennen, dass sich die Chinesen und die Italiener in den USA durchgesetzt haben. Entlang des Trails liegen verschiedene China-Restaurants und ein Stadtteil von Boston nennt sich offiziell Chinatown. Aber überwältigend ist die Auswahl an Italienischen Restaurants. Littly Italy wäre die richtige Bezeichnung.

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