Bozen – die geschäftige Landeshauptstadt

In einem geschützten Talkessel, wo der Fluss „Eisack“ in die Etsch fließt, liegt Bozen, die Hauptstadt der autonomen Provinz Südtirol. Bozen hat ca. 100.000 Einwohner. Etwa 75 % der Bozner geben Italienisch als ihr Muttersprache an. Tatsächlich kann man sich fast überall auch in Deutsch unterhalten. In der verkehrsberuhigten Altstadt findet man besonders schöne Architekturbeispiele auf der belebten, etwa 300 m langen „Laubengasse“. Die „Bozner Lauben“ sind eine bekannte Sehenswürdigkeit und gelten als die Keimzelle der mittelalterlichen Stadt.

Im Erdgeschoss der Häuser finden sich die Laubengänge, auf denen sich das geschäftliche Leben abspielt, und dahinter die sog. „Gewölbe“, in denen früher die Waren gelagert wurden. In den Stockwerken darüber befinden sich die Wohnungen, rund um einen Innenhof angelegt, dem sog. Lichthof, der auch den innen liegenden Fenstern Tageslicht bringen sollte. Meistens haben die Treppen in diesem Lichthof schmiedeeiserne Geländer.

Sehr schön auch der „Waltherplatz“, der nicht – wie man zu Recht vermuten könnte – zu meinen Ehren errichtet wurde, sondern es wurde dem großen Dichter aus dem Mittelalter „Walther von der Vogelweide“ ein Denkmal errichtet.

Im Jahre 1808 wurde der Platz mitten in Bozen auf Anordnung des damaligen Königs von Bayern erbaut. Er trug zu Beginn auch den Namen Königs Maximilian Joseph I.. Später nannte man ihn nach Erzherzog Johann von Österreich “Johannesplatz”. Erst seit 1901 wurde er nach dem großen Dichter aus dem Mittelalter genannt.

Es ist DER Platz in Bozen, der Treff im Alltag für jene, die in Bozen gemütlich vor einem Cafè sitzen wollen. Hier finden auch das Kürbisfest, der Christkindlmarkt, der Blumenmarkt und vieles mehr statt.

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