Brunello di Montalcino – Italiens Spitzenwein

Er wird sortenrein aus einer Spielart der Sangiovese-Traube, die ‚Sangiovese Grosso‘ oder Brunello genannt wird, gekeltert. Der Brunello wird erst ab dem 1. Januar des sechsten auf die Ernte folgenden Jahres für den offiziellen Handel freigegeben, er muss mindestens zwei Jahre in Eichenfässern ausgebaut sein und mindestens vier Monate Flaschenreife haben. Für den Brunello di Montalcino Riserva gibt es die Handelsfreigabe ab dem 1. Januar des siebten auf die Ernte folgenden Jahres, er muss dabei mindestens zwei Jahre im Eichenfass ausgebaut sein und mindestens sechs Monate Flaschenreife aufweisen. Dann entsteht daraus ein voller, körperreicher, hocharomatischer Rotwein.

Wir stehen heute ganz in der Nähe, der Ort heißt „Sant Angelo in Colle“, ca. 8 km von Montalcino entfernt, auf einem Weingut, ganz verlassen, ganz ruhig, auf einem Hügel liegend mit herrlichem Panoramablick. Und am Nachmittag machen wir uns auf zur Weinprobe…

Das Weingut heißt „La Torre“ und der Verwalter Claudio. Claudio öffnet für uns die Bodega und wir staunen nicht schlecht: dort liegen über 7000 Flaschen „Brunello“ des Jahrgangs 2004. Wir probieren ihn und auch den Wein vom Jahrgang 2007, ein Rosso di Montacino. Beide schmecken ganz hervorragend und wir nehmen je 4 Flaschen mit.

Wir besuchen das kleine Städtchen „Montalcino“. Es wird beherrscht vom Wein. Überall wird Wein verkauft. Das hat seinen Grund: Böden, Lagen und Klima der Gegend begünstigen den Weinbau. Durch ihn ist der Ort weltberühmt geworden. Das Topprodukt ist der Brunello di Montalcino, der unbestritten einer der teuersten Spitzenweine Italiens ist. Die Kellereien in und um Montalcino sind daher ein Besuchermagnet.

Wir stellen schnell fest, dass wir einen großen Fehler begangen haben: 4 Flaschen von jeder Sorte war viel zu wenig. Claudio hat uns den Brunello zu 20 EUR pro Flasche verkauft. Aber nun ist es zu spät. Wir sind schon wieder gut 100 km entfernt…

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