Carlsbad Caverns/New Mexico

Nun haben wir El Paso verlassen und auch Texas. In Texas waren wir nun rund 6 Wochen. Der Bundesstaat ist so groß, dass man locker noch viel mehr Zeit hätte verbringen können…

Mit Carmen und J.R. haben wir am Samstag-Morgen nochmals „Mexikanisch“ gefrühstückt. Wir sind der Überzeugung, dass man sich schnell daran gewöhnen kann 🙂

Danach war Abschied. Wir sind ganz herzlich aufgenommen und mit vielen Informationen versorgt worden. Dei Reise ging dann von El Paso aus nach Carlsbad Caverns/NM, ca. 145 Meilen = rund 230 km. Die Fahrt dorthin ging etliche Meilen durch steppen-artiges Gebiet. Auf einer Straße, wo man den Motor startet, das Lenkrad mit einem Strick fest bindet, den Tempomat auf 50 Meilen einstellt, und sich dann für ein Stündchen auf´s Ohr legt 🙂 Wir haben die Gegend dann auch „Pampa“ getauft 🙂

Dann kommt man zu den Guadalupe-Mountains und die Gegend wird interessanter. Nach dem Erreichen von New Mexico konnten wir dann endlich auch mal wieder einen Aufkleber für den weiteren Staat anbringen, den wir besucht haben.

Übernachtet haben wir im Brandley Lake Statepark, der zwar sehr schön an einem See liegt, aber mit 38 Meilen Entfernung uns ungeeignet für den Besuch der Carlsbad Caverns erscheint. In Carlsbad Caverns gibt es am Eingang vom Nationalpark einen RV-Platz. Von da aus bis zu den Höhlen sind es nochmals 7 Meilen…

Der Carlsbad-Caverns-Nationalpark ist einer der vielen Nationalparks, die es in den USA gibt, aber – wie uns jemand sagte – einer der Kronjuwelen der Nationalparks. Er befindet sich im US-Bundesstaat New Mexico und ist weltweit berühmt für die Tropfsteinhöhlen. Vor Millionen von Jahren sah hier alles anders aus. Es gab ein Ozean, der aber über die vielen Jahre ausgetrocknet ist. Durch Verschiebung der Kontinentalplatten wurde ein Gebirge „hochgehoben“ und es entstanden Höhlen und zahlreiche Riffs. Im Park gibt es 83 einzelne Höhlen – jedes Jahr werden neue Höhlen gefunden – darunter die tiefste bekannte Kalksteinhöhle der USA mit einer Tiefe von 487 Metern unter der Erdoberfläche. Die Carlsbad-Höhle hat einen der weltweit größten unterirdischen Räume. Es passen dort 6 Fussbalfelder hinein.

Das Gebiet wurde am 25. Oktober 1923 als „National Monument“ unter Schutz gestellt und am 14. Mai 1930 zu einem Nationalpark aufgewertet. Die Carlsbad Caverns wurden am 6. Dezember 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Der Nationalpark umspannt ein Areal von 189 km².

Die Höhle ist sehr gut ausgebaut; es gibt sowohl Touren, bei denen der Besucher mittels eines Audio-Guides informiert wird, als auch eine große Anzahl von geführten Touren. Die 5 US$ für den Audio-Guide sollte man auf jeden Fall investieren, weil es – auch auf Deutsch – viele interessanten Informationen gibt.  Man kann entweder vom natürlichen Eingang her die Höhle erkunden – das habe ich gemacht, Dauer ca. 1 Stunde – oder sich mit dem Aufzug direkt ins Herz der Besucherhöhle bringen lassen – was Uschi gemacht hat – Dauer ca. 2 Minuten. Uschi hat deshalb den Aufzug benutzt, weil sie Angst hat, in enge Höhlen hinabzusteigen. Hier ist es aber ganz anders: es sind überwiegend breite Gänge und gaaaanz große Räume. Uschi hat sich richtig wohl gefühlt 🙂

Wir haben mit solch einer Größe gar nicht gerechnet. Die 230 Meter unter der Erdoberfläche liegenden Höhlen mit einer Gesamtlänge von zwanzig Meilen sind beeindruckend. Es sind nicht die tiefsten und größten Höhlen der Welt – in Burma soll es noch größere geben – aber die wohl schönsten und größten Tropfsteinhöhlen. Beeindruckend sind vor allem die riesigen Ausmaße der einzelnen Hallen, von denen jede durch die unterschiedliche Beleuchtung und die Art ihrer Tropfstein- und Felsformationen einen eigenen Charakter besitzt.

Ein weiteres interessantes Schauspiel ist der abendliche Ausflug (ca. April bis Oktober) riesiger Schwärme von Fledermäusen, die in der Höhle ihre Jungen zur Welt bringen und in den Sommermonaten nachts auf Nahrungssuche gehen. Man geht von 300.000 bis 500.000 Fledermäusen aus. Es ist schwierig, die zu zählen… Im Oktober fliegen sie nach Mexiko und verbringen den Winter dort.

Auf den folgenden Fotos kommt die Größe und das Beeindruckende gar nicht so raus, wie man es empfindet, wenn man vor Ort ist und alles „live“ ansehen kann. Wir sind tief beeindruckt – es ist ein wahres „High-Light“… Im wahrsten Sinne des Wortes: unbeschreiblich….

Und hier noch ein dringender Tipp von uns: bitte unbedingt einen 2. Akku für den Fotoapparat mitbringen… es gibt so viel zu fotografieren! Und eine starke Taschenlampe wäre auch ganz gut.

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