Charleston Teil 3

Hier in Charleston laufen wir uns tatsächlich die Füße platt. Man möchte jedes Haus fotografieren. Und immer wieder sieht man was anderes, schöneres…Aber es gibt auch neue Bauten, die beachtenswert sind. So zum Beispiel die Ravenel Brücke.

Die riesige Arthur Ravenel Jr. Bridge ist eines der neuen Wahrzeichen von Charleston im Süden der USA. Die Brücke ist fast 60 m hoch und über 4 Kilometer lang und wurde 2005 eingeweiht. Die Brücke ‚thront‘ gewissermassen über der Stadt und besonders schön ist der Blick am Abend vom Patriots Point. Noch schöner ist es, über die Brücke am Abend zu…

charleston brigde 1 charleston bridge 2

Nach unserem Werkstattaufenthalt sind wir zunächst wieder zum Campground zurück gefahren. Der CG ist riesig groß. Eigentlich viel mehr als ein CG. Es gibt einen See, auf dem man Kanu oder Tretboot fahren kann, Spielplätze für Kinder, eine Kletterwand, ein Freibad, Fahrradverleih u. v. m. Man kann auch kleine Ferienhäuser mieten. Oder für Hochzeiten ein Haus für bis zu 200 Personen mieten. Rund um und durch das Gelände führen Rad- und Wanderwege.

Gegen Mittag haben wir das Restaurant „Urbanspoon“ in Mount Pleseant besucht. Dort wird die „Gullah-Küche“ angeboten. Gullah ist eine auf dem Englischen basierende Kreolsprache. Sie wird in den USA in den Küstenregionen in North Carolina, South Carolina, Georgia und Florida vorwiegend von Afro-Amerikanern gesprochen.

Gullah entwickelte sich auf den frühen Reisplantagen in South Carolina, wahrscheinlich zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als es dort eine große Anzahl von Sklaven gab, die aus verschiedenen westafrikanischen Ländern nach Amerika gebracht wurden. Um miteinander und mit ihren englischsprachigen Herren zu kommunizieren, entwickelten die Sklaven Gullah aus einer Mischung von Englisch und verschiedenen afrikanischen Sprachen. Weiße konnten die Sprache wahrscheinlich zumindest verstehen.

Das „Urbanspoon“ ist in einem schmucklosen Gebäude untergebracht und wirkt von aussen unauffällig, serviert aber – laut Hinweisen, die wir bekommen haben – die beste westafrikanisch-geprägte Gullah-Küche in ganz South Carolina an.Hervorragend war der rote Reis, der Eintopf „Okra-Gumbo“, Ochsenschwanzsuppe, Bratfisch. Das Abendessen fällt dann aber aus…

Es gibt in Charleston noch einige historische Wohnhäuser, die besucht werden können. Der Eintritt kostet 10 US$. Eine gute Geldanlage. Denn man erfährt viel darüber, wie damals die weißen Reichen und die Slaven gewohnt haben. Wir haben das „Nathaniel Russell House“ besucht. Dort lebte die vierköpfige Familie mit 18 Sklaven fast 50 Jahre von 1808 bis 1857. Hier ein kleiner Film, wie es innen vor ca. 2 Jahren ausgesehen hat. Auch heute noch wird das Haus immer mehr und mehr restauriert. So sind die Türen heute nicht mehr in weiß, sondern man hat die Farbschichten abgetragen – es waren bis zu 20 Farbanstriche im Laufe der vielen Jahre angebracht worden – und nun sieht man das Naturholz.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.