Chicago, Tag 1

Von Elkhart/Indiana nach Chicago/Illinois sind es ca. 200 km:

Nun sind wir 7 Stunden von Deutschland entfernt. Ich meine das natürlich im Hinblick auf die Zeitzone. Wir haben nun hier die „Central-Time“…

Am gestrigen Abend sind wir zum Home-Depot nach Cicero gefahren, ein Stadtteil von Chicago. Die U-Bahn-Station (Pink) ist nur eine Meile entfernt. Dort haben wir heute das Auto stehen lassen und sind dann mit der U-Bahn nach „Downtown“ rein. Die 3-Tageskarte für alle Bahnen und Busse kostet 20 US$.

Die Hauptattraktionen Chicagos liegen alle im Zentrum oder in der Nähe. Zuerst sind wir zum Millennium-Park gegangen. Ein Park, der uns ganz begeistert hat. Für kleine und große Kinder gibt es Wasserspiele und Brunnen. Bei den heutigen Temperaturen war das für die Kleinen sehr angenehm. Die Höchsttemperatur lag bei 28 Grad C, es war nicht schwül, so dass man es sehr gut aushalten konnte.

Etwas weiter steht die „Bohne“, wie sie im Volksmund genannt wird. Offiziell heißt sie:  Cloud Gate. Es ist eine Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor. Sie wurde zwischen 2004 und 2006 erstellt und aus 168 Edelstahlplatten zusammengeschweißt, ist hochglanzpoliert und hat keine sichtbaren Nähte. Sie misst 10 m × 20 m × 13 m und wiegt 99,8 Tonnen. Durch die Hochglanzpolitur spiegelt sich alles, und durch die Krümmung wird vieles verzerrt. Imponierend.

Etwas weiter geht auch das Staunen weiter. im Sommer finden hier viele Open Air Konzerte statt, und zwar im „Grant Park“. Um 10:30 Uhr kann man die General-Proben verfolgen. Die Aufführungen finden dann an den nächsten Abenden statt. Generalproben und Aufführungen sind: kostenlos!!! Alle Musikaufführungen sind hier kostenlos. In dem Orchester spielt Walter Hamann Cello. Wir kennen ihn nicht, aber in den USA ist er bei den Fans der klassischen Musik sehr bekannt. Er spielt auf einem Cello aus dem Jahre 1697. Vor dem Orchester und hinter den Stuhlreihen schließt sich eine große Rasenfläche an, die von den Zuhörern gerne während des Live-Konzertes als Picknick-Fläche genutzt wird.

Hinter dieser Wiese schließt sich der Lurie Garden an. Ein Prachtexemplar von Garten mit blühenden Blumen. Der Garten wird ausschließlich von „Freiwilligen“ gepflegt.

Unter dem Motto: „Taste of Chicago“ stellen sich Restaurants der Umgebung vor und zeigen ihre Koch-Künste. Die Straßen südlich vom Millennium-Park wurden für die Zeit vom 10. – 14.07.2013 gesperrt. Ein Ereignis für die gesamte Familie. Ausser kulinarische Köstlichkeiten gibt es Konzert-Veranstaltungen, Informationsstände und Unterhaltung für die Kinder. Auch Spitzenköche zeigen hier ihr Können.

Chicago ist bekannt für seine Küche. Es gibt Restaurants „aus aller Welt“. Ganz bekannt sind unter anderem:

Chicago Pizza: Als Chicago-style bezeichnet man eine Version der Pizza, die sich dadurch auszeichnet, dass der Boden eine Schale mit hohem Rand bildet, die dann mit Käse, Tomaten und Wurst gefüllt wird. Sie wird auch „Pfannen-Pizza“ genannt. Zur Zubereitung wird in der Ursprungsvariante ein Blech von etwa 30 Zentimetern Durchmesser und 5 Zentimetern Randhöhe mit Hefeteig ausgekleidet.

Chicago Hot Dog. Das ist ein Wiener-Würstchen, das „durch den Garten“ gezogen wurde. Das Mohnbrötchen wird mit vielen Salat-Sorten belegt, alles kommt drauf, also Zwiebeln, Tomaten, Salat, Paprika, Peperoni, und Mixed-Pickles. Auch das Wiener Würstchen kommt drauf. Nur eines nicht: Ketchup.

Italienische Rindfleischsandwiches, die es so nur in Chicago gibt

Meine Meinung: alles ein Traum…

Hervorragend ist auch das Hibachi Sushi Buffet im Ortsteil Cicero, 3035 S. Cicero Ave. IL 60804. Hier gibt es ca. 20 verschiedebe Shusis, alle frisch hergestellt, vom Buffet. Aber auch: verschiedene Fischsorten und viele Meeresfrüchte in allen Variationen. Für die, die nichts aus dem Meer mögen, ist auch gesorgt, denn es gibt eine große Auswahl an Fleisch, Gemüse, Salate und Desserts.

Das Route-66-Schild haben wir auch gefunden. Die Route 66 ist ja die „Mutter aller Straßen“ in den USA. Sie beginnt in Chicago.

Und nun vergleichen wir mal New York City bzw. Manhattan und Chicago. Stopp. Das geht eigentlich gar nicht. Beide haben eine „Manhattan-Skyline“, also viele Wolkenkratzer auf engstem Raum. Manhattan erscheint uns um einiges größer als Chicago. Bis zur Fertigstellung des neuen World-Trade-Centers in NYC stand in Chicago der höchste Wolkenkratzer. Es ist der Willis-Tower, früher Sears-Tower genannt. Mit Antenne = 527 m hoch. Wir haben das Hochhaus „John Hankock Center“ besucht, mit Antenne nur 457 m hoch,  und sind zur 96. Etage ins Café gefahren. Die Aussicht war gerade am heutigen Tage einfach nur traumhaft.

Aber einen großen Unterschied haben wir festgestellt: In NYC sind die Menschen total hektisch. Fast alle rennen herum, eilen, schubsen, drängeln. Hier in Chicago schaut alles viel gemütlicher aus. Wenn man mich fragen würde, für welche der beiden Städte ich mich entscheiden würde, dann wäre meine Antwort ganz klar: für beide 🙂

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