Cozumel – Mexico

Als zweiter Landgang wurde am Donnerstag ein Ausflug nach Cozumel angeboten. Auch diesmal sind wir auf eigene Faust an Land gegangen. Das Schiff legte direkt am Hafen an, so dass wir diesmal auf die kleinen Tender-Boote verzichten konnten.

Cozumel hat rd. 90.000 Einwohner und ist mit 500 qkm ein Viertel so groß wie Teneriffa. Bis zum mexikanischen Festland – das ist die Halbinsel Yucatan – sind es an der schmalsten Stelle etwa 14 km. Mit Wassertaxen bequem zu erreichen. Cozumel ist ein beliebtes touristisches Ziel und ist insbesondere für die guten Tauchmöglichkeiten bekannt. Jacques Cousteau machte die Insel mit Berichten über zum Tauchen bestens geeignete, ausgedehnte Korallenriffe in den 1960er-Jahren bekannt. Wer die ersten Siedler auf Cozumel waren, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Die Maya hinterließen nachweisliche Spuren lange vor der spanischen Eroberung.

Die Temperaturen sind für europäische Verhältnisse recht hoch. Um 11:30 Uhr zeigte das Thermometer bereits 33 Grad. Dazu kommt eine höhere Luftfeuchtigkeit. Aber es war noch alles zu ertragen.

Der Ankunftsbereich am Hafen ist übersät von Souvenir-Shops, die T-Shirts, Schmuck, Uhren, Taschen oder sonstigen „Tinnef“ anbieten. Gut gemacht: die Taxen haben keine Taxameter, sondern Festpreise, über die man sich schon vor der Abfahrt informieren kann. Die Fahrt nach „Down-Town“, ca. 2 km entfernt, kostete uns pro Person 3 US$. Öffentliche Busse gibt es nicht. Dafür aber hunderte von Taxen, die – weil auch hier keine Hauptsaison – überwiegend am Straßenrand stehen und auf Fahrgäste warten. Über den Zustand der Fahrzeuge kann man nur sagen: viel Schrott… Und wir sind sicher: einen TÜV wird es hier nicht geben 🙂

Der Besuch von „Down-Town“ war ernüchternd: hunderte von Shops, wie schon oben beschrieben, mit fast identischem Angebot. Alles sehr bunt aufgemacht. Vermutlich gibt es auf der ganzen Insel nur einen einzigen Großhändler, der alle Läden beliefert. Lästig: Vor jedem Laden steht ein auffällig kleiner Mexikaner (oder eine Mexikanerin), der die Stadtbesucher anspricht und in seinen Laden locken soll. Klar ist, jeder hat die „besten Preise“.

Hier fühlte sich sogar die Uschi nicht wohl und wollte aus der Innenstadt raus. Für mich was das eine neue Erfahrung, denn Uschi und Shopping sind zwei Begriffe, die eng mit einander verbunden sind 🙂

Also rein ins Taxi und raus zu den Stränden bzw. zum „Paradies-Beach“, der ca. 10 km von der Hauptstadt entfernt liegt. „Paradies-Beach“ ist ein „Beach-Club“, eine absolut  gepflegte Parkanlage mit großem Pool, Bar und Restaurant sowie einem subtropischen Garten. Für 2 US$ kann man Sonnenliegen und Sonnenschirm nutzen, aber auch die Duschen, Umkleideräume, Toiletten, Schließfächer für Wertsachen und W-Lan. Zum Vergleich:  am Duque-Strand auf Teneriffa kosten zwei Sonnenliegen und ein Sonnenschirm 20 EUR pro Tag…

Zunächst spürten wir angenehm die erfrischende Brise am Strand, so dass die hohen Mittagstemperaturen erträglich waren. Der Strandbereich war hier ganz ok, wenn auch nicht so fantastisch wie auf Grand Cayman. Und da nur wenige Besucher vor Ort und Ruhe gegeben war, stand auch einem Mittags-Nickerchen nichts im Wege.

Um 18 Uhr mussten dann alle Passagiere wieder an Bord sein, da das Schiff pünktlich um 18:30 Uhr ablegte und seine Rückfahrt nach Tampa fortsetzte.

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