Die Ligurische Küste

Als wir uns am letzten Mittwoch von Naturn verabschiedet haben, stellten wir als nächstes Ziel auf unserem „TomTom“ die Ligurische Küste ein, denn wir wollten ja zur Cote-Azur. Wir fuhren also über die Autobahn am Gardasee vorbei, südlich von Mailand in Richtung Piemonte, dort wo die leckeren Kirschen für „Mon-Cherie“ herkommen 🙂

Ungefähr bei Piacenca haben wir (trotz Navi) die richtige Abfahrt verpasst, was ja eigentlich kein Problem ist. Leider spinnte unser TomTom“ (oder wir) und stellte sich ständig neu ein. Nach 5 Minuten aber kam die richtige Anzeige. Dachten wir. Leider haben wir es nicht kontrolliert und sind streng nach Navi gefahren. Wie wir dann später feststellten, statt in südwestliche Richtung fuhren wir in südöstliche Richtung. Das Ergebnis: wir sind über eine Landstraße durch das Gebirge gefahren und haben ca. 4 Stunden länger gebraucht, um zur Küste zu kommen. Der Weg ging über mehrere Gebirgspässe, 1000 Höhenmeter und mehr, und über nicht enden wollende Serpentinen-Straßen…

Es war dann schon dunkel, als wir gegen 21 Uhr in Rapallo ankamen. Rapallo hat etwa 30.000 Einwohner und die Stadt ist der größte Badeort an der Riviera di Levante und liegt etwa 33 km südöstlich von Genua. Der CP war einfach, aber für seine Lage am Ende der Autobahn erstaunlich ruhig.

Noch erstaunlicher aber war, dass das Klima total unterschiedlich war, als in Südtirol. In Südtirol fiel das Thermometer auf 4 bis 0 Grad in der Nacht. Tagsüber war es ja sehr sonnig und angenehm warm (wie schon berichtet) aber gegen 17 Uhr musste man sich schon warm anziehen. In Rapallo dagegen war es tagsüber 24 Grad warm, in der Nacht immerhin noch 18 – 19 Grad. Die Heizung hatte Pause.

Wir haben dann den Tag nach der Ankunft in Rapallo genutzt, um einen Stadtbummel zu machen und den Hafen und Strand zu besichtigen. Es ist ein Wahnsinn, welche Werte hier so im Wasser liegen…Ein Schiff ist schöner als das Andere. Und bestimmt auch teurer. Ganz in der Nähe ist der exklusive Ort Portofino. Die landschaftliche Lage des Naturhafens ist beeindruckend und hat nicht zuletzt durch den Zuzug von Prominenten den Ort weltbekannt gemacht.

Als der Hunger unerträglich wurde, hat es uns in ein Pizza-Restaurant verschlagen. Die Inhaber waren sehr freundlich, und haben uns zum Abschied noch eine Mokka-Tasse mit Untertasse geschenkt. Habe ich mich beim Trinkgeld vertan???

Print Friendly, PDF & Email

Uschi

Farben: 5e7630 a0250c

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.