Die Vorbereitungen für die nächste Tour laufen auf Hochtouren…

Es liegen nun einige Monate hinter uns, in denen wir eine Idee immer weiter entwickelt haben. Genauer gesagt: seit Januar 2012 verfolgen wir unseren Wunsch, ein WoMo in USA zu kaufen um damit in den nächsten Jahren – natürlich mit Unterbrechungen – das riesige Land Amerika sowie Kanada und Mexiko zu bereisen.

Bei der Planung ist das Internet sehr hilfreich. Man lernt viele Leute kennen, die ähnliches schon gemacht haben oder zur Zeit noch machen und gerne ihre Erfahrungen weitergeben. Das betrifft einmal die Streckenführung, einmal die Fahrzeugauswahl, und dann auch sonstige Themen wie Sicherheit, Gewohnheiten, Einkaufsmöglichkeiten und vieles mehr.

Das Thema „Fahrzeugwahl“ war (und ist) ein sehr schwieriges. Wir haben mit sehr vielen Leuten gesprochen, die in den USA ein Fahrzeug haben und jeder hat seine Meinung, jeder hat andere Bedürfnisse, für jeden ist etwas anderes wichtig:

– das geht mit der Fahrzeugklasse los: als „Class A“ werden in den USA die integrierten Wohnmobile bezeichnet. Diese riesigen, oft über 12 Meter langen Camping-Vehikel sind in Nordamerika äußerst beliebt und dienen nicht selten als Hausersatz. Als „Class C“ werden die Alkovenfahrzeuge genannt. Für beide Typen gibt es Argumente Pro und Contra. Class C-Fahrzeuge sind in der Regel einfacher ausgestattet, kleiner (meist 25 bis 30 Fuß) und dadurch aus im Preis günstiger. Einige sprachen bei der Class C auch von Einsteigerfahrzeuge. Sie sind bei Touristen sehr beliebt, die eine USA-Reise so um die 3 Wochen machen. Ein weiterer Vorteil ist, dass verschiedene Nationalpark nur Fahrzeuge bis zu einer bestimmten Länge durchlassen. Ist das Fahrzeug größer, muss es „vor den Toren“ stehen bleiben. Ein Nachteil ist, dass durch den Alkoven die nutzbare Fahrzeuglänge deutlich verkürzt wird. Es gibt zwar Fahrzeuge, wo über dem Alkoven ein Bett eingebaut wurde, aber als richtige Schlafstelle kann man das nicht bezeichnen, da es sich um einen harten Boden mit dünner Schaumgummimatratze handelt. Zudem ist das räumliche Gefühl im inneren der Fahrzeuges bei einem Alkoven-Wohnmobil eingeengter. An der Stelle sei aber schon gesagt, dass eine Bewertung immer nur subjektiv sein kann. Was für den einen Nutzer ein Vorteil ist, kann für einen anderen Fahrer ein Nachteil sein.

– dann geht es um die Länge des Fahrzeuges: wie schon im Absatz zuvor erklärt, unterscheiden sich die Längen bei den Fahrzeugen erheblich. 24 Fuß sind rund 7,20 Meter. Für deutsche Wohnmobil-Verhältnisse sicher ein durchschnittlicher Wert. In Amerika werden solche Fahrzeuge als „Zwerge“ bezeichnet. Andererseits werden Fahrzeuge mit 45 Fuß (rd. 13,50 Meter) von uns als „Monster-Fahrzeuge“ genannt. Klar ist, mit der Zunahme an Länge wächst der Komfort, denn man kann mehr im Fahrzeug unterbringen. Natürlich „wächst“ auch der Preis…

– dann geht es um persönliche Ansprüche die jeder hat: der eine möchte mehr Komfort, der andere kommt mit einem spartanisch-ausgestatten Wohnmobil aus. Dann sind noch so Dinge zu überlegen wie: Frostsicherheit (z. B. für die Rockies, Kanada, Alaska), denn man will ja nicht, dass die Wasserleitungen und Tanks einfrieren. Oder braucht man ein Fahrzeug mit Doppelverglasung, und und und.

Wie immer im Leben kann man für alles positive und negative Argumente finden. Wir sind auf jeden Fall allen dankbar, die uns ihre Erfahrungen mitgeteilt und uns mit guten Ratschlägen versorgt haben. Nur: letztlich entscheiden müssen wir selbst, so schwierig es auch sein mag.

Und wir haben uns entschieden. Welches Wohnmobil zu 99 % in Frage kommt, ist oben rechts neben „Home“ zu lesen.

Wir fliegen am 08.11.2012 von Düsseldorf über Frankfurt, dann von Frankfurt direkt nach Orlando. Unsere vorläufige Planung sieht heute so aus, dass wir bis 03.12.12 auf dem Campground von Lazydays stehen werden. Dann haben wir ca. 3 Wochen Zeit, um uns mit allem vertraut zu machen. Das Wohnmobil muss eingerichtet , also Teller, Töpfe, Geschirr, Bettwäsche, Lebensmittel usw. müssen besorgt werden. Eventuell machen wir einen US-Führerschein und dann wird noch ein Bankkonto eröffnet. Und dann können wir das Fahrzeug auf Herz und Nieren prüfen, denn die Werkstatt von Lazydays liegt auf dem Nachbargelände.

Vom 3.12. – 06.12.2012 haben wir den Stellplatz „Silver River“ in Ocala gebucht. Dann vom 17.12. – 06.01.2013 den Stellplatz Boyd´s in Key West und vom 06.01. – 13.01.2013 einen Stellplatz in der Nähe von Fort Lauderdale.

Dazwischen ist immer noch etwas Zeit, um Dinge zu erledigen, wo wir heute noch gar nicht dran denken. Und da wir ja – wie immer – flexibel sind, können Pläne auch umgeworfen werden 🙂

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