Die WoMo-Elektrik

Unser Hobby-WoMo ist schon ein tolles Fahrzeug. Wir wußten die ganze Zeit gar nicht, dass noch jemand mitfährt, und zwar ein Kondensator. Der hatte sich gut versteckt, aber wir haben ihn trotzdem ausfindig gemacht. Und das kam so:

Montagmorgen, gegen 6 Uhr, wurden wir aus dem Schlaf gerissen, denn wir hörten ein lautes Knallen. Zunächst wussten wir gar nicht, wo es herkam. Dann aber wiederholte sich das Knallen im Abstand von etwa 15 bis 20 Sekunden und so konnten wir es orten. Unter der Sitzbank, etwas schwer zugänglich, dort wo die Bordelektronik untergebracht ist, hängt ein kleines weisses Kästchen, aus dem es knallte und man sah Funken sprühen. Ich habe zunächst die 230-V-Zuleitung abgeklemmt und dann ganz „fachmännisch“ nachgedacht, was das Problem sein könnte. Das hat aber nichts genutzt, weil ich von Elektrik gar keine Ahnung habe.

Gut dass der CP-Besitzer jemanden kennt, der den nötigen Sachverstand hat. Herr Lorenz kam gegen 10 Uhr, nur 30 Minuten nach dem Anruf zu uns, und hat sich erst mal meine Ursachenvermutung angehört. Ich war nämlich der Meinung, dass es irgendwas mit der Solaranlage zu tun hat, denn an die Chaoten-Werkstatt in Koblenz, die letztes Jahr die Solaranlage eingebaut hat, denke ich heute noch mit Schrecken zurück.

Aber Herr Lorenz war anderer Meinung: er kletterete unter unseren Tisch hindurch, mit seinem Oberhkörper hing er fast komplett in der Sitzbank und demontierte das weisse Kästchen, wo es drin geknallt und gefunkt hatte. Dieses Kästchen ist ja eigentlich dafür da, den „normalem“ Strom mit 230 Volt umzuformen und daraus 12 Volt zu machen, um die beiden Batterien aufzuladen. Er öffnete den Transformator und tatsächlich: ein Kondensator war an seiner Sollbruchstelle explodiert und verantwortlich für die Aufregung. Die Uschi hatte in Gedanken schon unser Wohnmobil abbrennen sehen und konnte sich bildhaft vorstellen, wie wir nach Rückkehr von einer Wanderung nur noch einen kleinen, rauchenden, schwarzen Klumpen statt eines Wohnmobils vorfinden…

Na ja, Herr Lorenz nahm das Gerät mit in seine Werkstatt, wo er einen neuen Kondensator einbaute. Er kam am Abend zurück, flink wie ein Wiesel baute er den Transformator wieder ein und testete alles durch: alles klappte und funktionierte. Danach hat er mir noch erklärt, was ein Kondensator so alles macht (aber das erspare ich mir an dieser Stelle :-).  Toller Service von dem Herrn Lorenz.

Übrigens: Herr Lorenz wird in diesem Jahr 81 Jahr alt…     Ich kann da nur sagen: Respekt. Und Danke.

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