Dover Castle und Ende der Englandreise

Heute hat sich die Sonne nur ganz wenig blicken lassen. Wir haben das Dover Castle besucht, eine riesige Burg oberhalb der Stadt Dover. Mit riesig meine ich nicht das Grundstück, auf dem die Burg steht, sondern die Burg selbst und die anderen Gebäude, die dazu gehören

 


Für den Besuch der Burg sollte man mehrere Stunden einplanen, denn es gibt ganz viel zu sehen


Nach unserem Besuch auf der Burg sind wir nach Deal gefahren, wo wir schon am ersten Tag unserer Englandreise waren. Deal liegt nur ca. 10 km von Dover entfernt. Es gibt hier einen langen Strand mit Kieselsteinen und einem Pier. Die Innenstadt bietet sich für einen kleinen Stadtbummel an



Unsere Englandreise geht nun zu Ende. Heute werden wir noch einmal auf einer Farm übernachten und Morgen um 10 Uhr geht die Fähre nach Dünkirchen.

Ein Fazit unserer Reise durch England, die wir ja ganz spontan unternommen haben und vorher kaum Zeit zur Vorbereitung hatten:

1.. Wenn man mit dem WoMo durch England fährt, gilt eines ganz besonders: langsam fahren. Zum Glück ist unser WoMo nur ca. 2 Meter breit. Mit einem WoMo von 2,40 m oder mehr hätten wir viele Straßen oder Wege nicht befahren können.  Die Straßen sind – besonders in Cornwall – so eng, dass nur ein Fahrzeug dort fahren kann, wobei die Aussenspiegel schon links und rechts die Sträucher streifen. Es gibt hin und wieder kleine Buchten zum Ausweichen, wenn Gegenverkehr kommt. Jeder fährt dann rechts ran und wartet ab, bis der andere vorbei ist. Und dann noch: Linksverkehr ist gar nicht so schlimm..

2.. Wir sind überrascht von der Schönheit des Landes. Wir wollten ja Schlösser, Burgen, Herrenhäuser und Gärten besuchen. Dass es so viele gibt, hat überrascht. Und so schöne. Und so große. Echt toll. Hilfreich war die Mitgliedschaft beim National Trust und English Heritage. Dadurch sind wir an die Adressen gekommen, wo sich die Sehenswürdigkeiten befinden. 

3.. Wir sind überrascht, wie einfach es ist, einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Einerseits war es gut, dass wir Mitglied im Caravan- und Motorhomeclub  geworden sind (ca. 50 EUR für ein Jahr) und kann auf den Club-eigenen Campingplätzen übernachten (in der Hauptsaison ca. 20 – 26 EUR) oder auf Farmen, die zwischen 10 und 16 EUR kosten. Andererseits gibt es so viele Pubs mit großen Parkplätzen, wo man übernachten kann. Kostenlos. Natürlich spricht man zuerst mit dem Eigentümer und bittet um Erlaubnis. Wenn man dann ein Bier trinkt (oder etwas anderes) oder gar noch seine Abendmahlzeit einnimmt, dann ist die Welt in Ordnung.

4.. Nicht vergessen möchte ich, dass die Engländer sehr freundlich und hilfsbereit sind. Nach dem Brexit gefragt, habe ich überwiegend Zustimmung zum Brexit erfahren. Hauptargument war: wir wollen unsere Grenzen schließen und nur noch kontrolliert Fremde ins Land lassen. Unter Fremde versteht man Menschen aus Afrika und Asien. Jedenfalls keine EU-Europäer. Dann ist man nicht damit einverstanden, dass das Sozialsystem von den Flüchtlingen in Anspruch genommen wird und zum Beispiel Platz in Schulen fehlt. Oder dass in der EU-Verwaltung das Geld verprasst wird. Und dann gibt es noch viele andere Argumente.

5.. Das Wetter war sehr unterschiedlich. In den 4 Wochen hatten wir einen einzigen Tag mit Dauerregen. Oft gab es einen Regenschauer, danach war es den ganzen Tag trocken. Und wir hatten einige Sonnentage ganz ohne Regen mit bis zu 24 Grad. Jedenfalls war das Wetter besser, als ich es vorher „eingeplant“ hatte. 

Zusammenfassung: eine ganz tolle Reise und wir kommen nächstes Jahr zurück. Dann auch nach Schottland!!!

 

 

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