El Puerto de Santa Maria (Cadiz)

Heute haben wir den schönen CP in Tarifa verlassen und sind nach El Puerto de Santa Maria gefahren, ca. 102 km entfernt, und zwar auf dem CP „Las Dunas“.

Der CP ist gut besucht, es gibt aber noch viele freie Stellplätze. Sehr gute Ausstattung, Strom 10 A, große Stellplätze, ca. 100 m zum Strand, CP-Restaurant, ruhig gelegen, keine Bäume, die stören, und auch für große WoMos geeignet. Zur Altstadt sind es ca. 10 Fußminuten. Knapp 22 EUR pro Tag.

Aber Achtung: wenn man auf die Schranke vom CP zufährt und das WoMo über 3,30 m hoch ist, dann scharf rechts zur Einfahrt fahren, wo auch höhere WoMos durchkommen.

N 36°35′ 18 W 6°14’19

Die Altstadt bzw. Innenstadt ist heute, am Sonntag, relativ ruhig, das wird sich morgen ändern. Unser erster Eindruck ist sehr positiv, hier gibt es viel zu entdecken, daher werden wir ein paar Tage bleiben. Entdeckt haben wir schon mal eine landestypische Bodega. Der „Fino“ kam direkt aus dem Faß und schmeckte hervorragend. Davon haben wir dann eine 1-Liter-Flasche zu 2,50 EUR mitgenommen…(hicks) 🙂

Der Fino ist ein heller, strohgelber, trockener Sherry, der mindestens drei Jahre in der Solera (Holzfass) hinter sich hat, mit einem Alkoholgehalt von 15 bis 17 Prozent. Ein Fino ist die Basis bzw. Vorstufe für die zwei Sherry-Varianten Amontillado und Palo Cortado.

Die lebendige Stadt an der Mündung des Rio Guadalete ist schon fast ein Vorort von Cadiz, gleichzeitig praktisch der Hafen von Jerez de la Frontera und auch der Beginn einer Reihe von Badeorten, die bislang vorwiegend von Spaniern besucht werden.

El Puerto de Santa Maria, meist schlicht „El Puerto“ genannt, ist ähnlich alt wie Cadiz. Die Stadt war Ausgangspunkt der zweiten Amerikaexpedition von Columbus und später ein wichtiger Hafen für den Handel mit den neuen Kolonien. Am Rand des Parks an der flussnahen „Plaza de las Galeras Reales“ steht noch jener Brunnen, aus dem die königlichen Karavellen ihren Wasservorrat gefüllt haben sollen. Aus je­ner Glanzzeit stammt auch eine ganze Reihe von Palästen, in denen sich der Reich­tum der hiesigen Kaufherren manifestierte.

Schlemmen am Ufer der Meeresfrüchte“

Ein wichtiger Anziehungspunkt, vor allem für die Einwohner von Cadiz und Jerez, in zunehmendem Maße aber auch für ausländische Reisende, sind die Fischlokale von El Puerto de Santa Maria. Parallel zum Fluss und einen Block landeinwärts erstrecken sich Dutzende von Lokalen, in denen Fisch und Meeresfrüchte serviert werden, in manchen nach Gewicht und aus der Papiertüte, andere auf edel und teuer gemacht. Eine der Straßen im Zentrum des Genusses heißt denn auch sinnigerweise Ribera del Marisco, „Ufer der Meeresfrüchte“. Zwar gibt es auch Frittierstuben im Ort, typischer für El Puerto sind jedoch die Cocederos, in denen das Meeresgetier in Salzwas­ser gekocht wird. Das ist eine Wissenschaft für sich, hat doch jede der zahl­reich angebotenen Sorten ihre eigene Kochzeit, die auf den Punkt genau ein­gehalten werden muss. Um ein Nachgaren zu verhindern, wird die Ware deshalb sofort nach dem Kochen in Eiswasser abgekühlt.

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