Florida Teil 1 – Geografie

Florida ist der südlichste Staat der kontinentalen USA. Selbst seine Nordgrenze (mit Georgia und Alabama) liegt noch südlich der
 Grenze Kaliforniens mit Mexiko. In Key West, am südwestlichen 
Zipfel des Staates, kann man daher den „Southernmost Point“ bewundern, den südlichsten Punkt der kontinentalen Vereinigten 
Staaten, der dort durch einen bunten Betonklotz markiert wird. Wegen dieser exponierten Lage galt Florida früher als
 der „Southernmost State“. Doch seit 1959 das ferne Hawaii zum 
amerikanischen Staat wurde, muss bei diesem Superlativ immer
 der Zusatz »Continental« hinzugefügt werden, denn die Insellgruppe im Pazifik liegt noch ein Stück weiter südlich. So wurde
aus dem „Southernmost State“ der „Sunshine State„.


Leicht übersehen wird, dass der Staat Florida nicht nur aus der
 riesigen Halbinsel im Südosten Nordamerikas besteht. Das 
Staatsgebiet zieht sich von der Hauptstadt Tallahassee ganz im 
Norden über dem westlichen Ende der Halbinsel noch rund 350 
km weiter nach Westen. Dieser 70-150 km breite Streifen ist bekannt als der Florida Panhandle, der Pfannenstiel des Staates. Er
 grenzt im Norden überwiegend und Westen ganz an Alabama.

Neben der südlichen Lage prägt vor allem das Meer die Geografie des Staates. Wenn man einmal von der Nordgrenze absieht, ist Florida rundum von Wasser umgeben. Von keinem Punkt des Staates sind es wesentlich über 100 km bis zum Meer, im Osten an den Atlantik, im Westen an den Golf von Mexiko. Die Küstenlänge beträgt ca. 2.000 km. Wenn man alle Buchten und Inseln mitzählt, kommt man sogar auf über 10.000 km Küstenlinie.

Den Küsten sind über Hunderte von Kilometern sandbankartige Inseln vorgelagert, die sog. Barrier Islands. Einige der bekanntesten Städte Floridas – z.B. Miami Beach, Palm Beach oder Daytona Beach – liegen auf solchen Inseln.

An der Atlantikküste ziehen sich derartige langgestreckte Inseln fast ununterbrochen von der Nordgrenze bis hinunter nach Miami. Und selbst wo das Festland aufhört, gehen die Inseln noch weiter: Südlich von Miami beginnt die Inselkette der Florida Keys, die sich in einer geschwungenen Linie aneinanderreihen und sich südwestlich von Key West im Golf von Mexiko verlieren. An der Westküste sind die vorgelagerten Inseln nicht ganz so durchgängig. Aber auch dort existieren lange Küstenabschnitte, denen nicht enden wollende lange, schmale Inseln vorgelagert sind, so im Nordwesten zwischen Pensacola und Apalachicola und im Südwesten zwischen Tampa und Fort Myers.

Vor den südwestlichen Sümpfen, den Everglades, schließlich liegt eine enorme Anzahl winziger Inseln, die sog. 10.000 Islands. Es sind so viele, dass sie noch niemand wirklich gezählt hat.

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