In Ostfriesland

Leider mussten wir uns von unseren Freuden Renate und Hubert am Vormittag verabschieden, 3 Tage sind wieder ganz schnell vergangen.Wir kennen uns nun schon fast 30 Jahre, und da ist klar, dass man viel zu erzählen hat. Die Abende wurden entsprechend lang. Der Service war wieder einmal perfekt, schon direkt nach dem Aufstehen konnten wir uns an den gedeckten Frühstückstisch mit frischen Brötchen setzen. An dieser Stelle herzlichen Dank für alles, verbunden mit der „Drohung“: wir kommen wieder…

Von Papenburg bis nach Weener sind es rund 30 km. Es war also eine Reise vom Emsland nach Ostfriesland.

In Ostfriesland ist vieles anders, wie wir gemerkt haben: Birgit schreibt man hier mit doppel-t, Sonntagskonzerte finden immer Mittwochs statt, und zur Begrüßung sagt man nur „Moin“. Und wer „Moin Moin“ sagt, der hat sich als Schwätzer geoutet, denn der Ostfriese ist ja in der Regel sehr Wortkarg.

Wie schon gesagt, sind wir nun in Weener. Weener ist eine Kleinstadt in Ostfriesland im Nordwesten von Niedersachsen. Weener ist die einzige Stadt der historischen Region Rheiderland und erstreckt sich linksseits der Ems. Immerhin gibt es hier etwa 15.000 Einwohner, die sich heute scheinbar alle versteckt haben.

Heute haben wir „tropische“ 14 Grad. Aber sehen wir es mal so: immerhin über Null!!!  🙂 Es ist also saukalt, man braucht zwei Pullover und Regenjacke, denn es nieselt immer wieder einmal.

Wir stehen mit unserem WoMo direkt am Alten Hafen in der Altstadt von Weener, umgeben von Denkmal geschützten Häusern. Wie man auf den Fotos gut sehen kann, stehen wir nur etwas mehr als einen Meter vom Wasser entfernt. Klar, die Handbremse ist bis zum Anschlag hochgezogen. Oder ?

Und so erzählen Ostfriesen ihren Kindern, wo die Kinder im Zeitalter von Internet und Computer herkommen:

„Der Papa hat die Mama in einem „Chatroom“ kennen gelernt. Später haben der Papa und die Mama sich in einem „Cyber Cafe“ getroffen und auf der Toilette hat die Mama ein paar „Downloads“ von Papas „Joy Stick“ machen wollen. Als der Papa dann fertig für das „uploaden“ war, merkten wir plötzlich, das wir keine „Firewall“ installiert hatten. Leider war es schon zu spät, um „Cancel“ oder „Escape“ zu drücken und die Meldung: „Wollen Sie wirklich uploaden?“ hatten wir in den „Optionen“ unter „Einstellungen“ schon am Anfang gelöscht. Mamas Virenscanner war schon länger nicht „upgedated“ worden und kannte sich mit Papas „Blaster-Worm“ nicht so recht aus. So drückten wir die „Enter“-Taste und Mama bekam die Meldung: „Geschätzte Downloadzeit 9 Monate!“

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