Key West

Unsere längste Etappe betrug heute 213 km, und zwar vom Campground „Miami Everglades Resort“ nach Key West. Wir brauchten 3 Stunden 15 Minuten.

Die Bezeichnung „Keys“ (deutsch = Schlüssel) beruht auf einem Missverständnis: Die spanischen Eroberer nannten diese Inseln „Cayo Hueso“ (= Knocheninseln). Die ersten englischsprachigen Bewohner verstanden diese Bezeichnung aber nicht und da für sie „Hueso“ wie „West“ klang, wurde daraus: Key West.

Key West ist die südlichste Stadt der USA, jedenfalls vom kontinentalen USA. Man fährt von den südlichen Everglades über verschiedene Inseln bis zur letzten Insel: Key West. Alleine schon die Anfahrt ist ein Erlebnis. Es geht über mehr oder weniger kleine Inseln, die durch Brücken verbunden sind. Es sind bis nach Key West 42 Brücken, wobei die längste Brücke fast 11 Kilometer lang ist, es ist die „Seven Mile Bridge“.

In Key West angekommen, haben wir erst mal den seit Monaten reservierten Campground aufgesucht: „Boyd´s Key West“. Hier sind alle Campgrounds ausgebucht. Dieser Campground kostet pro Nacht 100 US$ = rund 77 EUR. Man sieht also am Preis,  dass wir in einer ganz besonders gefragten Gegend sind…Unser Stellplatz liegt ca. 20 Meter vom Meer entfernt.

Nach dem wir unseren Stellplatz eingenommen und den ersten Kaffee aufgebrüht haben, machten wir mit dem PKW die erste Erkundungsfahrt auf Key West.

Um es vorab zusagen: es ist total verrückt, was man hier sieht. Man kann das mit Worten kaum beschreiben, der Fotoapparat glüht schon orange-rot,  denn ständig sieht man etwas anderes.

Key West ist der älteste Ort der Keys. 1821 kauften die USA den Spaniern diese Inseln ab, und zwar für 2.000 US$. Kurz danach bezog die US-Marine ihr Quartier und führte Kleinkriege gegen Piraten. Nach dem 2. Weltkrieg machte der damalige US-Präsident „Truman“ Key West zu seiner Urlaubsresidenz und auch Ernerst Hemmingway siedelte sich für einige Jahre hier an. Sein Wohnhaus ist heute noch die bekannteste Sehenswürdigkeit auf den Keys. Heute lebt Key West vom Tourismus. Über 5 Millionen Touristen kommen jährlich auf diese kleine Insel, die rund 2 mal 4 Meilen misst (etwa 3 mal 6 Kilometer). Nach ganz Teneriffa kommen im Jahr 4 Millionen Touristen.

Hier sieht man ganz skurrile Dinge, wir einen Kapitän, der aussah wie Johnny Deep, als er den Kapitan „Jack Sparrow“ im Film „Fluch der Karibik“ spielte, über Kleidung für Hunde, Zigarrendreher, und vieles mehr. Die „Duval Street“ ist dabei Hauptanlaufpunkt der Touristen. Es gibt hier hunderte von T-Shirt-Geschäften, es werden Mützen, Schuhe, Andenken, einfach alles was Tinnef und Nippes ist, verkauft. Bildergalerien, Cafés, Restaurants, Bäckereien, Schmuckgeschäfte, einfach alles…

In fast allen Bars oder Restaurants gibt es Live-Musik. Und die Straßen, Geschäfte, Bootsvermieter und Restaurants sind voll. Wirtschafts-Krise? Hier nicht!!! Hier „brummt“ es.

 

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Uschi

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