Klapper-Störche in Spanien

Bei einem Stadtbummel in El Puerto entdeckten wir zufällig einige Storchenpaare auf dem Dach der Kirche „Iglesia Mayor Prioral“.

Bei der letzten Zählung (2004) der Störche wurden in Spanien rund 19.000 Horstpaare gezählt, das entspricht 90% des Gesamtbestandes der Europäischen Union.

Im Vergleich zur letzten Bestandserfassung im Jahr 1984 (6753 Horstpaare) hat sich der Bestand mehr als verdreifacht.  Die starke Bestandszunahme hält an: Ein Storchenpaar sorgt durchschnittlich für etwa 2,2 „Kinder“, so dass sich der Bestand noch weiter erhöht. Aufgrund der derzeitigen starken Bestandszunahme gehört der Storch nicht mehr zu den bedrohten Tierarten.

Viele spanische Störche haben mittlerweile ihren angeborenen Zugtrieb verloren und bleiben auch im Winter in ihren Sommerquartieren, da sie genügend Nahrung finden und sich bei den milden Temperaturen in Südspanien sehr wohl fühlen.

Dies können wir voll verstehen, wenn wir auf das Thermometer hier schauen. Zum Vergleich: gestern Nachmittag hatten wir in El Puerto 19 Grad im Schatten, und in  Deutschland:

In der Stadt Usedom (Ostsee) sanken die Temperaturen auf minus 29,1 Grad. Damit wurden die bisherigen Kälterekorde aus dem Eiswinter 1956 leicht übertroffen.

Die Klapper-Störche sind zwar hier hoch auf den Dächern, aber man sollte trotzdem aufpassen, dass man nicht von einem Storch ins Bein gebissen wird. Die Folgen kennen wir ja alle … 🙂

Print Friendly, PDF & Email

Uschi

Farben:
5e7630
a0250c

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.