Kudzu – eine gefährliche und teure Plage…

Der Name Kudzu kommt aus dem japanischen Kuzu und bedeutet „Weinstock.“ Aus der Stammwurzel können bis zu 30 Triebe mit hübschen, angenehm duftenden Blüten, wachsen:

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Die an der Unterseite behaarten Blätter wachsen wechselständig, dreiblättrig und an einem langen Blattstiel. Wenn die Pflanze einmal Fuss fasst, kann sie 20 Meter pro Saison wachsen; in der Wachstumsphase bis 30 cm täglich. Wenn mehrere Triebe sich ineinander verflechten, kann die Schlingpflanze sich selber stützen und bis zu 30 Meter in die Höhe „klettern“. Kudzu wächst in den meisten Bodenarten, am besten, wenn im Winter die Temperatur nicht unter -15 ° C fällt und es im Sommer regelmässig über 27 ° C ist. Sie ist seit mindestens 1300 Jahren in der asiatischen Küche bekannt und als Wurzelgemüse beliebt. Die fleischigen Wurzeln werden wegen ihrem hohen Anteil an Stärke pulverisiert und als Bindemittel verwendet. Die jungen Blätter können als Salat verwendet werden. 1876 wurde sie, anlässlich einer Ausstellung in Philadelphia als Ziergewächs in die USA eingeführt und noch in den 1930er Jahren bewusst als Mittel gegen die Bodenerosion gepflanzt.

Kudzu ist aber auch eine Plage. Inzwischen werden über 500 Millionen Dollar pro Jahr ausgegeben, um diese hoch invasive Pflanze zu bekämpfen. Die Pflanze wächst sehr schnell und überwuchert alles, was sich ihr im Wege stellt:

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Für uns war es schon unheimlich – oder auch geisterhaft – welch riesige Flächen vom Kudzu zugewachsen sind:

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