Lagos und Cabo San Vicente

Für heute war Regen angesagt….aber der Morgen begann mit Sonnenstrahlen. Unsere Rollertour führte uns zunächst nach Lagos. Lagos hat 18.000 Einwohner und einen ursprünglich gebliebenen Ortskern,  wunderschöne von bizarren Felsen gerahmte Buchten und einen endlos langen Sandstrand. All das haben Lagos zu einem der beliebtesten Touristenzentren der Algarve gemacht. Immer wieder interessant zu sehen: die Fliesenarbeiten an den Hauswänden.

Und Lagos ist eine der geschichtsträchtigsten Städte der Algave. Schon zu Beginn des 1. Jahrtausends vor Christus hatten die Phönizier hier schon eine wichtige Handelsniederlassung. Es folgten Griechen, Karthager, Araber und Römer. Erst Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Stadt endgültig von den Portugiesen eingenommen.

Das Jahr 1444 ist für Portugal kein rühmliches Datum. Denn zu dieser Zeit wurden die ersten Sklaven verkauft. Die Portugiesen, ehemals Seefahrer-Weltmacht, brachten aus dem Senegal Schwarzafrikaner mit.

Ganz aktuell gibt es heute nur noch einen einzigen Sklaven: männlich, 57 Jahre, und wohnt hauptsächlich auf einer spanischen Insel… 🙂

Von Lagos aus führte uns die Reise ca. 30 km weiter nach „Cabo San Vicente“, dem südwestlichsten Punkt von Portugal und damit des europäischen Kontinents. Die Straße zum Cap endet an einem Leuchtturm, der 60 m über dem Meer steht, das sich schäumend und brodelnd an den Felsen bricht. Die Gegend hier ist imposanter als die Felsen von Los Gigantes auf Teneriffa.

Schon der portugiesische Dichter Luis de Camores sagte über Europas südwestliches Ende schon vor 500 Jahren:“ Wo das Land endet und das Meer beginnt…“. Schon immer war es hier stürmisch. So auch heute. Und wie man auf den Bildern gut sehen kann, zogen von Süden große Regenwolken über das Land. Grund genug für uns, schnell die Heimreise anzutreten, denn wir hatten keine Lust, im Regen nach Hause zu fahren.

Wir sind dann auch tatsächlich „trockenen Fußes“ zum Campingplatz gekommen. Im Restaurant gab es ein großes Mittags-Buffet mit gutem Rotwein „de la Casa“. Das Buffet kostet 6,90 EUR pro Person, ein Espresso 0,60 EUR.

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Uschi

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