Nun sind wir wieder auf Teneriffa…

Am 17.04.2012 sind wir wieder nach Teneriffa geflogen. Wir wurden vom zu Ende gehenden Calima begrüßt, der am nächsten Tag das Thermometer in Taucho auf 25 Grad steigen ließ.

Calima nennt man den Sandwind, der aus Afrika zu den Kanarischen Inseln kommt. Von der Sahara kommt mit östlicher Strömung trockene, warme Luft und bringt oft – also nicht immer – feinen Sandstaub mit. Hochdruck über der Sahara erhöht die Temperatur und verringert die Luftfeuchtigkeit. Die Sicht ist dann leicht getrübt, die Niederschlagsneigung bei der geringen Feuchte aber sehr gering.

Calimaeinbrüche können mitunter sehr heftig sein, so kann z. B. bei uns auf Teneriffa plötzlich ein starker Sturm einsetzen und die Luftmassen austauschen. Es kann auch in der Nacht zu starkem Temperaturanstieg kommen, während gleichzeitig die Luftfeuchte rapide absinkt.

Es ist nicht außergewöhnlich, dass bei Calima alle im Freien abgestellten Autos, andere Gegenstände und die Straßen mit feinem ockerfarbenen Sandstaub bedeckt werden.

Der Calima in den Sommermonaten (Juni bis September) kann wegen der Kombination mit starkem Wind und heißer Luft starke Schäden an der Vegetation anrichten (Waldbrandgefahr). In den Wintermonaten kommt er ebenfalls vor, der Wind ist dann aber weniger heiß. Der Himmel wird diesig, die Aussicht in die Ferne nach und nach geringer.

Ein Calima entsteht genau in der Sahelzone und treibt auch zahlreiche Schwalben wie ein Spielball durch die Lüfte vor sich her. Sie landen auf Fuerteventura, weil diese kanarische Insel am nächsten an ihrer 800 km entfernten Heimat ist, und sterben dort größtenteils an Entkräftung. Auf diese Weise betreibt der Calima eine natürliche Auslese.

Bis zum heutigen Wochenende pendelten sich die Temperaturen bei 18 Grad ein. Im Küstenbereich war es jedoch stets sehr warm, diesig, so dass man die Nachbarinseln gar nicht sehen konnte.

Die Natur braucht dringend Wasser. Es hat seit vielen Monaten so gut wie gar nicht mehr geregnet.

Am gestrigen Samstag haben wir mit Meggy und Volker eine Wanderung unternommen. Und Hund Tito durfte auch mit. Um 10 Uhr ging es in Taucho mit dem Auto los. Die Fahrt bis El Portillo dauert eine Stunde.

Der Sendero 1 ist eher einer der leichteren Wanderwege im Teide Nationalpark. Für den Hin- und Rückweg haben wir etwa drei Stunden gebraucht. Der Wanderweg führte vom Besucherzentrum El Portillo zur Felsformation Fortaleza, die durch ihre festungsartige Gestalt und die rötliche Färbung bekannt ist. Durch die Farbe und Form erinnert es irgendwie an „Ayers Rock“ in Australien. Bei traumhaften Wetter-Bedingungen (es war warm, pure Sonne, blauer Himmel) hatten wir den Teide stets im Blick.

Gewundert haben wir uns über die relativ große Anzahl an Wanderern. Jedenfalls im vorderen Bereich. Nach dem wir aber ca. 15 Minuten unterwegs waren, waren wir fast alleine.

Zum Ausgangspunkt zurück gekehrt, konnten wir erst mal bei einer Tasse Café eine gemütliche Pause machen. Und unser Tito – der die ganze Zeit gut mitgelaufen ist – konnte sich über die Pause ebenfalls freuen.

Gegen 16:30 Uhr waren wir dann wieder zurück in Taucho und konnten am Radio verfolgen, dass Dortmund erneut Deutscher Fussballmeister geworden ist 🙂

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Uschi

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