Outer Banks 2

Der heutige Tages-Ausflug hat annähernd 12 Stunden gedauert. Wir sind nochmals auf die „Outer Banks“ gefahren, und zwar bis „Cape Hatteras“. Fahrstrecke 470 km.


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Die weit in den Atlantik ragende Landspitze ist der am weitesten südöstlich gelegene Punkt der USA im Bundesstaat North Carolina. Das Kap befindet sich auf Hatteras Island, die zu den Outer Banks gehört. Zwei der atlantischen Hauptströmungen, der in südliche Richtung fließende kalte Labradorstrom und der nach Norden strebende warme Golfstrom, treffen sich vor Cape Hatteras, wodurch das Gewässer vor der Landzunge meist rau ist und flache Sandbänke entstehen. Durch seine exponierte Lage wird das Kap häufig von Hurrikanen getroffen, die an der Küste heraufziehen. Nun ist uns auch klar, warum das Wasser hier so kalt ist, etwa 14 Grad C.

Die Gefahren auf See, wie starke Strömungen, Stürme und Untiefen führten in der Vergangenheit häufig zu Navigationsproblemen. Viele Schiffe gingen in den Jahrhunderten vor der Küste verloren. Diese Ereignisse gaben der Gegend vor den Outer Banks den Namen „Friedhof des Atlantiks“.Mehr als 2.000 Schiffe sollen hier gesunken sein. Unzählige Seeleute verloren ihr Leben. Viele Wracks werden heute von Tauchern aufgesucht.

Der Highway 12 ist ab „Nags Head“ sehr schmal, rechts und links der Straße sieht man Sanddünen, dahinter die Strände. Menschenleer. In Höhe „Pea Island“ waren wir über viele Kilometer beim Nordic-Walking alleine. Das Haben wir auch noch nicht erlebt.

Der erste Leuchtturm wurde 1803 auf dem Kap errichtet und 1870 durch den heutigen Turm ersetzt. Er ist mit 64 Metern Höhe der höchste Leuchtturm der Vereinigten Staaten und der höchste Backsteinleuchtturm der Welt. 1999 musste er um 884 Meter ins Insel-Innere verlegt werden, da die Küstenlinie durch Küstenerosion bereits gefährlich nahe an den alten Standort herangerückt war.

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Zuvor hatten wir bereits einen kurzen Halt am Leuchtturm „Bodie Island Lighthouse“ eingelegt. Der ist nur ca. 50 m hoch und aus dem Jahre 1872:

Zurück sind wir dann über das idyllische Uferörtchen „Manteo„, dann nach „Elisabeth City“, und dann zum CG gefahren.

In Manteo sind wir fast am unscheinbaren Leuchtturm „Roanoke Marshes Lighthouse“ vorbei gegangen. Dieser Leuchtturm ist aus dem Jahre 2004 und wurde im „rechteckigen Landhaus-Stil“ errichet. Er ersetze den alten Leuchtturm, der nach vielen Jahrzehnten abgerissen werden musste.

Dann sind wir noch an großen Feldern mit lila-weißen Blüten vorbei gekommen. Zunächst dachten wir an „Lavendel“. Bei näherer Betrachtung bzw. Geruchsprobe haben wir den Gedanken dann fallen gelassen. Ein Autofahrer hielt an und klärte uns auf: es ist Salbei, das Gewürz. Schon wieder was neues gelernt 🙂

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