Pompei (Pompeji)

Die Fahrt von Padula nach Pompei war ca. 132 km lang. Die Autobahn war überwiegend gut, es gab einige Baustellen. Aber wir brauchten keine Maut zahlen, bis auf 2,10 € kurz vor Pompei.

Ganz überrascht waren wir heute vom Wetter: in der gestrigen Vorhersage für heute mussten wir uns auf Regen einstellen. Tatsächlich war es überwiegend sonnig, auf jeden Fall trocken. 24 Grad. Nichts zu meckern…

Wir stehen nun auf dem CP „Spartakus“, direkt an der antiken Ausgrabungsstätte. Der Platz ist klein, laut (Autobahn und Zug in Hörweite), und deshalb müssen wir heute Nacht nicht nur die Augen, sondern auch die Ohren zumachen  🙂

N 40°44’46 E 14°29’1

Der Platz kostet 14,50 EUR pro Tag incl. Strom, Duschen, Entsorgung.

Pompei ist eine Stadt im Schatten ihrer eigenen Vergangenheit. Heute leben hier rund 27.000 Einwohner.

Wer nicht dem direkten Umland entstammt und von Pompei redet, denkt zwangsläufig an die vom Vesuvausbruch 79 nach Christus verschüttete und später wiederentdeckte und ausgegrabene Stadt, das antike Pompeji.

Der Ausbruch vom 24. August 79 begrub die blühende Stadt und die sie umgebende fruchtbare Landschaft mit einer bis zu sechs Meter mächtigen Ascheschicht.Diejenigen, die in Kellern Zuflucht gesucht hatten, erstickten. Ihre Körper hinterließen Hohlräume in der Ascheschicht, die mit Gips ausgegossen heute berührende Zeugnisse der Tragödie sind, die sich einst hier abspielte. Man schätzt, dass damals 8000 – 10000 Menschen von der Lavawelle überrollt wurden und zu Tode kamen.

Der gesamte Landstrich wurde für Jahrhunderte unbewohnbar. Erst im 3./4. Jahrhundert finden sich Belege für vereinzelte Besiedlung. Auch während des gesamten frühen Mittelalters blieben die Bedingungen äußerst ungünstig. Wiederholte, wenn auch kleinere Ausbrüche des Vesuvs, Einfälle von Barbarenstämmen, ständige Überfälle von Sarazenen und Piraten sowie ein ungesundes Klima durch malariaverseuchte Sümpfe behinderten das Entstehen einer neuen Siedlung auf dem Territorium der untergegangenen Stadt.

Wir waren erstaunt über die Größe der antiken Stadt. Man braucht schon einige Stunden, wenn man alles sehen will. Jeden Tag kommen tausende Touristen. Teilweise ist das Gedränge größer als am Eröffnungstag der Düsseldorfer Kirmes.  Es ist schon beeindruckend, wenn man sieht, was damals alles gebaut wurde, ohne Cartarpiller-Baumaschinen, ohne Computer. Und dann sieht man die ausgefahrenen Steine, so eine Art große Pflastersteine, wo die Gladiatoren wie Spartakus und Lucullus (oder war es doch Herkules) mit ihren Wagen durch die Stadt gefahren sind.

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Uschi

Farben: 5e7630 a0250c

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