Portugal

Seit heute sind wir in Portugal, nach 17 Jahren wieder einmal. Damals haben Uschi und ich eine Städtetour nach Lissabon unternommen (mit Hund Lotte).

Die Fahrstrecke war nur 45 km. Das ging also ratz-fatz. Vom Campingplatz Isla Cristina waren es ja nur 5 km bis zur Grenze. Man konnte aber den Unterschied sofort feststellen: die Landschaft wechselte schlagartig. Gab es in Spanien noch Pinienwälder, sah man ab der Grenze nur noch Felder mit vereinzelten Bäumen. Und die Straßen wurden genauso schlagartig anders, nämlich schlechter.

Wir sind zum Campingplatz „Ria Formosa“ gefahren, ca. 5 km vor Tavira (N 37°8’42 W 7°36’8). Der ist ziemlich groß und hat Stellplätze für ganz große Wohnmobile. Und ein paar solcher „Klopper“ stehen hier auch. Es sind Engländer, die ihr komplettes Zuhause verkauft haben und nur noch mit dem WoMo unterwegs sind.

Den Roller haben wir abgeladen und uns startfertig gemacht. Die Sylivia (siehe Bericht zu Valencia) hat uns ihre handgenähten Leder-Applikationen auf unsere Rollerkluft aufgenäht (Uschi = Uschi; Walter mit Adler). Na ja, die 60er und 70er-Jahre kommen halt immer wieder durch…

Bei dem Stadtbesuch von Tavira – und auch schon auf dem Weg dahin – fiel uns auf, dass sich nicht nur die Landschaft und der Straßenzustand, sondern auch die Bebauung (z. B. Häuser und Kirchen) total von Spanien und Italien unterscheiden. Viele Häuser sind hier in einem total schlechten Zustand. Keine Farbe mehr auf den Fassaden, der Putz fällt ab, Ziegel fehlen usw. Man kann deutlich sehen, dass Portugal immer schon das „Armenhaus“ von Europa war und wahrscheinlich noch ist. Der Monatslohn in der Gastronomie liegt bei 700 – 800 EUR. Der Mindeslohn in Portugal bei 500 EUR. Normal-Benzin kostet hier 1,35 EUR, Diesel 1,06. In Spanien haben wir für Diesel zwischen 99 und 101 Cent bezahlt. In Frankreich 1,19 – 1,26 EUR.

Und man sieht hier noch – und das passt zu dem was ich im Absatz vorher geschrieben habe – Leute, die mit Eselkarren herumfahren oder mit Mopeds aus den 50er-Jahren: hier leben noch viele Zündapps.

In Portugal werden viele Häuser mit Fliesen verziert, wie hier in dem Ort auch gut zu sehen ist. Oder in einer Kirche sind fast alle Wände mit handbemalten Fliesen verkleidet. Leider durfte ich die nicht fotografieren.

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