Portwein

Portwein wird ausschließlich in einem etwa 100 Kilometer langen Landstreifen entlang des Douro angebaut, dem ältesten abgegrenzten Anbaugebiet der Welt. Kalte Winter und heiße Sommer prägen das Klima der Region, doch ihre Schieferböden, die im Winter Feuchtigkeit und tagsüber Wärme speichern, um sie im Sommer beziehungsweise nachts wieder abzugeben, sind für Weinbau ideal.

Schon seit der Römerzeit wächst an den Ufern des Douro Wein, die Geschichte des Portweins aber beginnt erst im 17. Jahrhundert, als britische Handelshäuser auf der Suche nach Ersatz für die oft unterbrochenen Bordeauximporte aus Frankreich die starken Weine der Portugiesen entdeckten. Die in Großbritannien darauf erhobenen Zölle wurden 1703 durch den Methuenvertrag gesenkt und im Gegenzug der portugiesische Markt für britische Textilien geöffnet. Um den Wein transportfähig zu machen, versetzte man ihn mit Weinbrand. So entstand der erste Portwein; die damals eingeführten Handelsmarken beherrschen bis heute einen Großteil des Marktes.

Zu den traditionellen Rebsorten der Region gehören Tinta Roriz und Touriga National. Die im Herbst von Hand geernteten Trauben werden mit den Füßen zerstampft oder maschinell gepresst und in Stahltanks zur Gärung gebracht. Nach zwei Tagen wird der Gärungsprozess durch die Beigabe von Branntwein gestoppt und der Most in Pipen gefüllt, die dann im Frühjahr flussabwärts in die Weinkeller von Vila Nova de Gaia transportiert werden, wo der Portwein bis zur Reife gelagert bleibt.

Portweinsorten:
White: trocken oder süß, gekühlt als Aperitif serviert-z. B. Churchill’s

Ruby: dunkel, körperreich und fruchtig -z. B. Sandeman’s Rich Ruby

Tawny: bernsteinfarben, mindestens zehn Jahre im Fass gereift – z. B. Dow’s Ten-Year-Old Tawny

Colheita: rassige Tawny, mindestens sieben Jahre gereift – z. B. Barros

LBV (Late Bottled Vintage): vier bis sechs Jahre im Fass gereifter Wein eines Jahr¬gangs-z. B. Taylor’s

Vintage: mehr als 10 Jahre, z.B. Graham’s 1986

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