Sevilla ist Klasse…

Sevilla ist die Hauptstadt der Region Andalusien. Mit über 700.000 Einwohnern ist Sevilla viertgrößte Stadt Spaniens. Nach einer späten Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herakles gegründet. Die Einwohner werden als Sevillanos bezeichnet.

Die Stadt ist ein wichtiger Industrie- und Handelsplatz und Touristenzentrum. Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin schiffbaren Guadalquivir, in einer weiten und fruchtbaren Ebene. Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick. Die eigentliche Stadt nimmt das östliche Ufer des Guadalquivir ein und ist von vielen Vorstädten umgeben. Von der alten, mit 66 Türmen versehenen Ringmauer, welche die innere Stadt umgab, sind nur noch Reste vorhanden. Am rechten Ufer des Flusses breitet sich noch die große Vorstadt Triana aus.

Mit dem Bus M143, der ebenfalls in die Innenstadt führt, sind wir gestern losgefahren. Schon gegen 10 Uhr waren wir unterwegs, was für unsere beiden Begleiter, Reinhild (vom Poldi liebevoll „Grete“ genannt) und Reinhold (von allen nur Poldi genannt) eigentlich ein sehr „un-christliche“ Zeit ist, denn vor 11 Uhr stehen die beiden fast nie auf 🙂

Nach der etwa 20-minütigen Busfahrt haben wir uns erst mal den Bus gesucht, der uns durch die Innenstadt von Sevilla führt, um uns einen ersten – wenn auch groben – Überblick zu verschaffen. Also war „sightseeing“ angesagt, zu 16 EUR pro Person im Doppeldeckerbus eine Stunde durch Sevilla.

Das was wir in dieser Stunde gesehen und gehört haben, war schon überwältigend. Ich weiss gar nicht vor lauter Begeisterung, wo ich mit der Beschreibung der Eindrücke anfangen sollt. Vollkommen überrascht waren wir durch die Schönheit von Sevilla. Es hat mich direkt an Rom erinnert. Klar, Rom ist ganz anders. Aber so viele historische Bauwerke, Paläste, Türme, Klöster usw. habe ich in dieser Konzentration nur in Rom erlebt. Und es erinnert ein wenig an Wien, denn hier in Sevilla fahren hunderte von Pferdekutschen.

Unter den Gebäuden ist zunächst die Kathedrale „Maria de la Sede“ hervorzuheben. Sie ist die größte gotische Kathedrale der Welt und bestimmt eine der schönsten gotischen Kirchen. 1401–1519 wurde sie an der Stelle einer ehemaligen Moschee erbaut. Sie hat fünf Schiffe, zahlreiche mit Kunstschätzen (Gemälde von Murillo, Velázquez, Zurbarán etc.) geschmückte Seitenkapellen, bedeutende Glasmalereien, eine ungewöhnlich große Orgel und viele Grabmäler gekrönter und historischer Persönlichkeiten vorzuweisen. Seit 1987 gehört das Bauwerk zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Daneben steht die „Giralda“, ein weithin sichtbarer, 97 m hoher viereckiger Glockenturm mit reichen, in gebrannten Steinen ausgeführten Ornamentmustern und 22 harmonisch gestimmten Glocken sowie einer Marienfigur mit großer Wetterfahne auf der Turmspitze.Nebst dem so genannten Orangenhof sind das die einzigen Überbleibsel der ehemaligen Moschee, deren beachtliche Größe aber noch heute am Gesamtkomplex der Kathedrale erkennbar ist. Die Giralda wurde 1196 von Abu Iussuf Iakub als Minarett der Moschee erbaut, mit einer Höhe von 82 m; der 32 m hohe Aufsatz in durchbrochener Arbeit kam 1568 hinzu. Wir sind im Inneren des Turmes hoch gelaufen (es gibt Rampen statt Treppen) bis auf ca. 57 m Höhe. Von dort hat man eine phantastische Sicht auf Sevilla, wie man an unseren Bildern erkennen kann.

Das Stadtemblem bzw. die Stadtflagge von Sevilla trägt wie auch das Wappen den Text NO 8 DO, wobei die Ziffer 8 ein (Woll-)Knäuel (span. madeja) symbolisieren soll. Der Text findet sich überall in Sevilla an Gebäuden, Laternen und Polizeifahrzeugen, und ersetzt damit praktisch das Stadtwappen oder den Schriftzug Sevilla vollständig.

 

 

 

 

 

Zu lesen ist er als NO-MADEJA-DO (No me ha dejado), in etwa zu übersetzen mit Sie hat mich nicht verlassen. Dieses Wortspiel geht auf Alfons X. zurück, welcher sich damit für die Treue der Stadt Sevilla bedankte, in der er nach seiner Entthronung bis zu seinem Tod im Exil lebte.

Mit Schrecken stellen wir heute fest, dass wir nur 2 Tage für Sevilla eingeplant haben. Da kann ich nur sagen: das war ein großer Fehler… Aber mal sehen, was wir heute, also am 2. Tag erleben.

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