South Bay Campground

Heute haben wir erneut den Stellplatz gewechselt. Wir sind von La Belle nach South Bay gefahren, 77 km, und stehen nun auf dem dortigen Campground.

Als erstes haben wir die Hinweis-Schilder gelesen, die am Campground stehen: „Respektieren Sie die Tiere, die hier leben, insbesondere die Alligatoren. Lassen Sie keine Hunde alleine vor dem Wohnmobil unbeobachtet liegen. Hunde stehen auf dem „Speiseplan“ von Alligatoren. Halten Sie kleine Kinder fern. Lassen Sie die Alligatoren in Ruhe, nicht füttern.“

Na, das sind ja schlechte Nachrichten für unseren Balu. Er hat in den letzten Tagen auf dem anderen Campground fast den ganzen Tag im Gras gelegen. Hier geht das also nicht mehr.

Und tatsächlich: wir stehen an einem kleinen See im Abstand von ca. 5 Meter. Und kaum angekommen, entdeckt die Uschi aus dem Schlafzimmerfenster schauend den ersten Alligator auf der anderen Uferseite, ca. 15 Meter entfernt.

Der größere See ist der „Okeechobee-See“. Er wird auch als „The Lake“ oder „The Big O“ bezeichnet und ist der größte See in Florida und der – nach dem Michigansee und dem Iliamna Lake (Alaska) – drittgrößte vollständig in den Vereinigten Staaten gelegene Süßwassersee.

Rund um den See wurde ein ca. 6 Meter hoher Deich gebaut, weil 1926 und 1928 Überschwemmungen aufgrund von zwei Hurrikans rund 3.000 Menschenleben forderten. Unvorstellbar. Dabei ist der See im Durchschnitt nur 3 Meter tief.

Es gibt verschiedene Stellen, wo man sehr gut an den See herankommt. Eine gute Stelle ist der Hafen „Marina Pahokee“. Wenn man dort auf den See schaut, hat man den Eindruck, auf den Ocean zu schauen, denn man sieht am Horizont nur Wasser…

Leider ist der schöne Hafen, 2005 für 15 Millionen Dollar errichtet, kaum von Booten frequentiert. Das Restaurant ist geschlossen und der eigentlich sehr schöne Campground mit rund 100 Plätzen direkt am See ist trostlos verlassen. Nur ein Wohnmobil haben wir dort gesehen. Mit anderen Worten: tote Hose. Aber wir trafen dort einen Schweizer der berichtete, dass nun jemand ein Konzept für die Vermarktung der gesamten Anlage ausgearbeitet hat und in Kürze sich vieles ändern wird. Hoffen wir es mal. Bis dahin haben die Angler die Bootsstege fest im Griff.

Unterwegs sahen wir riesige Felder, auf denen Zuckerrohr angepflanzt wird. In Florida, das neben Louisiana heute das zweite wichtige Zuckerrohranbaugebiet der USA ist, begann der Zuckerrohranbau großen Stils erst nach etwa 1860-1865.

Zuckerrohr wächst besonders gut in den tiefen Schlamm-Böden der Everglades, eben hier im südlich gelegenen Teil vom „Lake Okeechobee“. Ausreichend Niederschläge und tropische Temperaturen in den Sommermonaten schaffen ideale Wachstumsbedingungen und die gemäßigten Wintern sind perfekt für die Ernte. Man sieht riesige Lastwagen mit dem geernteten Zuckerrohr herumfahren.


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Uschi

Farben: 5e7630 a0250c

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