St. Lucie West

Nun haben wir heute die Gegend von Fort Lauderdale verlassen. Uschi hat die Füsse platt, denn sie war gestern in einer Shoping-Mall (Sawgrass Mills) und ist dort sage und schreibe 7 Stunden herumgelaufen!!! Geht nicht? Klar doch, Frauen können so was… 🙂

Heute ging es weiter nördlich, 187 km, nach St. Lucie West.

Wir sind nun auf dem Stellplatz: Outdoor Resort of America, der 401 Stellplätze hat, bleiben 3 Nächte, und konnten zu einem „Special Price“ von 60 US$ (47 EUR) den Stellplatz buchen, da wir Mitglied im Wohnmobil-Club „FMCA“ sind. Im Preis eingeschlossen ist neben dem Üblichen, wie Wasser, Strom, Abwaser:

  • Amerikanisches Frühstück, also Kaffee oder Tee, Waffeln, Toastbrot, Würstchen, Bacon, Marmelade, Kuchen, usw.
  • jederzeit alkoholfreie Getränke, wie Wasser, Cola, Limo, Bitter Lemon, Kaffee aus einer Kaffeemaschine ähnlich Nespresso und Tee

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Man kann das Bild vergrößern, wenn man auf „Grafik anzeigen“ klickt. Wir sind auf Stellplatz 170. Gegen Mittag überrascht und eine kurze, aber heftige Regenschauer. Das war schon was besonderes für uns. Aber die Überraschung ging weiter:

Eigentlich waren wir ja nach rund 2 Monaten Aufenthalt in Florida der Meinung, so schnell kann uns nichts mehr schocken, was Wohnmobile und Campgrounds angeht. Insbesondere, wenn man sich längere Zeit bei Lazydays aufgehalten hat, ist man ja schon einiges an Wohnmobilen gewohnt. Da denkt man, dass das nicht mehr zu toppen ist.

Aber das, was wir heute hier gesehen haben, gehört mal wieder zu der Kategorie:es geht doch noch eine Nummer größer, frei nach dem Spruch: Big, bigger, America..

Hier stehen so viele Fahrzeuge der Firmen Prevost, Newall, Newmar, wie wir noch nie gesehen haben. Viele Camper kommen aus Kanada oder den nördlichen US-Staaten. Man hat den Eindruck, die Firma Prevost veranstaltet eine Jahreshauptversammlung. Aber nein, das ist hier ganz normaler Alltag. Und Prevost-Fahrzeuge kosten – je nach Alter – zwischen 500.000 und 1.400.000 US$. So was gibt´s nicht? Ich habe mal im Internet gestöbert und bin auf diese „Preisliste“ gestoßen:

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Und Newall und Newmar stehen da nicht zurück. Wir haben aufgehört zu zählen, aber von dieser Klasse stehen hier mehr als 100 Fahrzeuge. Dann auch noch viele Tiffin (Alegro Bus und Phaeton), aber kein einziges Fahrzeug der Class C (das sind Alkovenfahrzeuge). Kein einziges! Die mitgeführten PKW sind dann natürlich entsprechend: von Mercedes über Hummer bis Porsche. Alles vorhanden.

Die einzelnen Stellplätze sind riesengroß. Wir haben hin und wieder mal einen freien Stellplatz fotografiert, um die Größe zu zeigen. Man sieht auch auf den Fotos, dass die Schätzung von 95% der Fahrzeuge, die ein PKW hinterher ziehen, gar nicht falsch ist. Alles ist super-gepflegt, schön bepflanzt. Die Leute sind nett und sprechen einen sofort an: „was, ihr seid aus Deutschland? Ich war lange in Bitburg bei der Army…“

Der ganze Stellplatz wurde in einem Golfplatz integriert (für die Golfspieler unter uns: 9 Loch, Par 3). Es gibt 4 (und nicht drei) Pools auf dem Gelände, drei „kleine“ und ein großer. Jeweils mit Whirlpool/Jacuzzi. Es gibt ein Clubhaus mit Bühne, offenem Kamin, und Platz an runden Tischen für 250 Personen. Und ein Nachbar sagte mir, wenn die Bestuhlung geändert wird, passen 600 Leute hier rein…

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