Stress in der Toscana

Zunächst wollen wir noch zurück kommen auf das Abendessen vom Dienstagabend im Restaurant „Hacienda Il Piastrino“.

Wie schon vorher gesagt, wurde das Essen nur für die Gäste des Hauses serviert. Das waren ca. 8 Pensionsgäste und wir 2 vom Stellplatz. Und die 4 Familienmitglieder. Die „Mutter der Kompanie“ und ihre Gehilfin standen in der Küche. Die Tochter bediente. Der Vater schaute zu…

Hier die Speisenfolge:

Vorspeise:
Bruscetta, also kleine Weissbrotscheiben, die unterschiedlich belegt waren, kalt und warm

Melone mit Honig aus eigener Herstellung

dazu Parmaschinken und zwei Sorten Salami

Hauptspeise:
hausgemachte Ravioli der Größe XXL, mit einer sehr leckeren Füllung, danach in dünne Scheiben geschnittenen Schweinebraten, kalt, mariniert, dazu einen bunt gemischten Salat aus dem hauseigenen Garten

Nachspeise:
Süsser Wein, fast schon Likör, dazu kross gebackenes süsses Weissbrot mit Nüssen

Getränke: wer wollte konnte Weisswein oder Rotwein bestellen, dazu Mineralwasser und zum Schluss der obligatorische Expresso (Café solo).

Und zu allem die stets quälende Frage: reicht es, darf es noch etwas mehr sein???

Das ganze für 25 EUR pro Person.

Am Mittwochmorgen mussten wir dann Abschied nehmen, denn wir wollten ja weiter südlich fahren.

Wir haben uns dann nur ca. 50 km weiter einen Stellplatz ausgesucht, den wir auch gefunden haben. Aber die Dame die uns empfangen hat, war ersten sehr unsympathisch und zweitens wies sie auf einen Kaufzwang der hauseigenen Produkte hin. Und zwingen lassen wollten wir uns nicht. Drittens lag zwischen dem Stellplatz und dem Toscana-Panoramablick eine Art Lagerhalle. Also sind wir weiter gefahren. Zum nächsten Stellplatz ganz in der Nähe. Und den haben wir nicht gefunden.

Dafür sind wir auf einem schmalen Schotterweg gelandet, wo es plötzlich nicht mehr weiter ging. Der Weg war so schmal, dass man mit dem WoMo nicht wenden konnte. Also ca. 100 m rückwärts fahren, in eine abschüssige Toreinfahrt. Und dann passierte es: ich bin zu früh in die Einfahrt gefahren, ein Vorwärtsfahren war auf dem Geröll nicht möglich, die Vorderräder drehten durch und wollten die kleine Steigung nicht nehmen.

Stress kam auf. Aber den haben wir gut gemeistert. Wir sind zunächst auf die Idee gekommen, den Roller abzuladen, damit hinten am Fahrzeug weniger Gewicht ist. Dann hat sich die Uschi zusätzlich auf die vordere Stoßstange gestellt und siehe da: mit viel Mühe hat der Fiat-Motor das Womo wieder auf den Weg gebracht. Zwischendurch kam zu allem Übel auch noch die Eigentümerin, der angrenzenden Grundstücks und meinte, wir würden die Einfahrt versperren und sie müsse mit ihrem Auto das Grundstück verlassen.

Als wir dann das Wendemanöver mit viel Schweiß beendet hatten, konnten wir den Roller wieder aufladen und unsere Fahrt fortsetzen. Wir haben dann einen CP aufgesucht, und zwar den „Camping Panaorama del Chianti“ mit weitem Blick auf die Hügellandschaft und im Hintergrund auf die Türme von San Giminiano.

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