Titusville

Nun ging es heute weiter nördlich, nach Titusville, 167 km.

Aber zunächst noch ein paar Worte zu den letzten drei Tagen: das Outdoor Resort in St. Lucie ist sicher der exklusivste Campground, den wir hier in Florida (und in Europa) besucht haben. Wunderschöne Anlage, sehr schön bepflanzt, alles perfekt, äußerst hochwertig. Nette Leute. Immer gerne wieder…

Dann war da noch eine kleine Wohnmobilausstellung der Firma Newmar. Vier Fahrzeuge, vier unterschiedliche Modelle. Der „King Aire“ war das Spitzenmodell mit 849.000 US$ Listenpreis. Aber keine Sorge, wir haben unser Wohnmobil nicht eingetauscht 🙂

Wir haben uns jedenfalls dort sehr wohl gefühlt. Das gute Wetter hat uns leider etwas verlassen, es war in den drei Tagen überwiegend bewölkt, und gestern hat es tagsüber geregnet und dann noch ganz heftig die ganze Nacht hindurch. Aber es war immer war, um die 24 Grad. Nachts 20 Grad.

Und nun sind wir in Titusville. Es gibt hier rund 40.000 Einwohner. Interessant ist die Verteilung, wo die Einwohner herkommen:  Die Einwohner sind italienischer (5,5 %), irischer (13,4 %), französischer (3,5 %), deutscher (16,7 %) und britischer (12,4 %) Abstammung. Von den amerikanischen Ureinwohnern stammen etwa 8,9 % der Menschen ab. Die vorgenannten Zahlen treffen aber nicht nur auf Titusville zu, sondern fast auf ganz Amerika. Und die Wahlanalyse nach der US-Präsidentschaftswahl vom 06.11.2012 stellte klar, dass in Zukunft kein US-Präsident ohne die „Latinos“ auskommen wird. Latinos, Schwarze und Asian-People werden in den nächsten 20 Jahren zunehmen; die Bevölkerung der weißen Amerikaner nimmt dagegen stetig ab.

Aner zurück zu Titusville: Das Klima ist mild und warm. Statistisch gibt es jedoch in den Sommermonaten ca. 40 % Regentage, auch wenn der Regen nicht den ganzen Tag andauert. Die höchsten Temperaturen sind im Mai bis Oktober, mit bis zu 33 °C. Die kältesten Monate von Dezember bis Februar mit durchschnittlich nur 12 °C. Schneefall ist in der Region nahezu unbekannt.

Heute ist es sonnig, der Himmel total blau, 28 Grad. Der KoA-Campground hat uns anfänglich etwas geschockt: es ist ein Waldcamping, viele hohe Bäume, viele trockene Blätter fliegen herum, die Picnic-Tische schmutzig, Wasserleitungen übererdig. Kein Vergleich zu dem Campground, den wir heute verlassen haben. Die Mitarbeiter vom Campground sind zwar sehr nett, aber anstatt mal einen Besen in die Hand zu nehmen, stehen sie herum und quatschen. Dabei kostet der Platz nach Abzug des KoA-Rabattes 40 US$ (30 EUR) pro Nacht. Aber: man kann sich für 8 US$ die Haare schneiden lassen. Vielleicht kann ich für mich noch einen Rabatt heraus holen…

Aber hier macht es wahrscheinlich auch wieder die Lage, denn der KoA-Campground ist ganz nahe am Visitor-Center von Cap Canaveral. Und da wollen wir morgen hin…

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.