Walt Disney World

Schon vor einigen Wochen haben wir uns mit Ulla und Dieter für den heutigen Tag auf dem „Walt Disney World“-Gelände (in der Nähe von Orlando) verabredet, und zwar im Epcot-Park. Insgesamt gibt es vier verschiedene Themenparks:

  • Magic Kingdom (Cinderella-Schloss)
  • Epcot (Spaceship Earth, die gigantische geodätische Kuppel)
  • Disney’s Hollywood Studios (Micky’s Zauberhut aus „Fantasia“, Wasserturm)
  • Disney’s Animal Kingdom (Tree of Life)

Epcot ist der zweitgrößte Vergnügungspark von Walt Disney World. Er wurde nach Magic Kingdom als zweiter Vergnügungspark gebaut und öffnete seine Tore erstmals am 1. Oktober 1982. Sein Name war ursprünglich EPCOT Center. Die Themensetzung des Parks ist zweigeteilt in internationale Kultur und technische Innovationen. Epcot war bis 1998 flächenmäßig der größte Vergnügungspark im Walt Disney World und wurde dann von Disney’s Animal Kingdom abgelöst. Mit ca. 11 Millionen Besuchern liegt der Epcot-Park in 2011 auf Platz 6 aller Freizeitparks weltweit mit den meisten Besuchern.

Und heute war es tatsächlich voll, denn einerseits ist Wochenende und andererseits haben viele Ferien bzw. den letzten Freitag als Brückentag zu einem verlängerten Wochenende genutzt, da am Donnerstag „Thanksgiving“ war. Mein Eindruck: Walt Disney World ist eine wahre Gelddruckmaschine 😉

So viele Menschen haben wir noch nicht gesehen. Schon am frühen Morgen gegen 09:30 Uhr strömten unzähligen Menschen in den Park. Und das bei Eintrittspreisen von ca. 95 US$ pro Person (ab 10 Jahre) für nur einen Park. Will man mehrere Parks besuchen, gibt es reduzierte Tickets.

Aber dafür wird auch einiges geboten. Zum Thema „internationale Kultur“ stellen sich einige Länder vor, darunter auch Deutschland. Wir haben den Eindruck, dass ein Tag im Epcot-Park gar nicht ausreicht, um alles zu sehen. Insbesondere im vorderen Teil des Parks, wo technische Innovationen gezeigt werden, war es sehr voll. Lange Schlangen überall. Mal schnell einen Café trinken geht nicht: erst mal Schlange stehen. Und so was nervt mich…

Und man glaubt es kaum: mit Ulla und Dieter waren wir eigentlich erst für 15:45 Uhr verabredet. Trotz der zehntausenden von Menschen, die im Park unterwegs waren, kreuzten sich unsere Wege mit denen von Ulla und Dieter, begleitet von ihrem Sohn Holger, bereits am Vormittag gegen 11 Uhr. Die Welt ist wirklich ein Dorf!

Am Nachmittag haben wir uns dann erneut getroffen und gemeinsam den „Biergarten“ im Deutschen Haus besucht. Dort spielte eine bayrische Kapelle und versprühte Oktoberfest-Stimmung.

Danach besuchten wir das „Epcot Candlelight Processional“. Ein Veranstaltung, bei der die Weihnachtsgeschichte vorgetragen wird mit Unterstützung eines Orchesters (etwa 60 Musiker) und eines Chores, der aus rund 400 Personen bestand. Diese Veranstaltung hat schon etwa 30 Jahre Tradition im Epcot. Die „Weihnachtsgeschichten-Vorleser“ sind meist in den USA ganz bekannte Persönlichkeiten bzw. auch Oscar-Gewinner.

Das grandiose Feuerwerk haben wir uns dann leider nicht mehr ansehen können, denn der Uschi wurde es gegen 19:30 Uhr so kalt, dass wir den Heimweg antraten. Aber wir werden nochmals wiederkommen, dann aber an einem normalen Wochentag.

Das Gelände von Walt Disney ist 113 Quadratkilometer groß und somit 2 mal so groß wie Manhatten in New York. Bislang sind nur 20% bebaut. Also noch viel Platz für die weiteren Pläne. 1963 kaufte Walt Disney das Grundstück für 1 US$. Es war Sumpf-  und Brachlandschaft. 1967 gestattete das Parlament von Florida den Disney-Leuten, das ganze Gelände in ein „autarkes Königreich“ zu verwandeln. Disney darf hier alles: eigene Polizei, eigene Hotels, Restaurants, eigene Stromversorgung, und vieles mehr. In der Saison arbeiten etwa 50.000 Menschen hier. Dazu gezählt werden müssen Hunderttausende von Arbeitsplätzen im Hotel-, Restaurant- und Transportgewerbe. Ausserdem sind in der Umgebung von Orlando weitere Fun-Parks entstanden, z. B. Universal Studios und Sea-World.

Leider hat Walt Disney die Eröffnung des ersten Parks = „Magic Kingdom“ im Jahre 1971 nicht erleben können, denn er starb 1966 an einem Krebsleiden.

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