Washington – Teil 3

Nach dem Besuch des National-Friedhofes Arlington sind wir mit dem Doppeldecker-Bus zurück zur Innenstadt gefahren. Am Anfang der Fahrt war die Nutzung von Handy und Fotoapparat verboten, denn es ging vorbei am Pentagon, und da hat man aufgrund des Anschlages vom 11. September 2001 erhöhte Sicherheitsbestimmungen. Bei diesem Anschlag starben fast 200 Menschen…Im Pentagon sollen heute 30.000 Mitarbeiter beschäftigt sein, 27.000 vom Militär und 3.000 Zivilisten.

Das Washington Monument wurde zu Ehren von Gerog Washington erbaut und ist ein weißer Marmorturm in der Form eines Obelisken, der sich auf einem Hügel auf der National Mall befindet – einer Verbindungsgeraden zwischen dem Capitol und dem Lincoln Memorial. Ursprünglich sollte es eine Verbindungsachse zwischen Capitol und Weißem Haus sein, aber der Untergrund machte Probleme und es wurde ein wenig versetzt erreichtet.

Eigentlich sieht der Besucher das Monument so:

WashingtonMonument

Aber wegen Reparaturarbeiten sieht man es zur Zeit so:

P1040162

Das Monument wurde beim Erdbeben in Virginia am 23. August 2011 beschädigt und ist seitdem geschlossen. Teile der Oberfläche weisen Sprünge auf und ihre Festigkeit ist herabgesetzt. Im Januar 2012 erklärte ein Privatmann, dass er 7,5 Millionen Dollar für die Reparatur bereitstellt. Damit bringt er alleine den Rest der voraussichtlichen Reparaturkosten auf, für die nach einer hälftigen Kostenübernahme durch den US-Kongress im Dezember 2011 private Spender gesucht wurden.

Und heute konnten wir bei dem guten Wetter beobachten, wie drei Männer damit beschäftigt waren, das Gerüst aufzubauen. Schon beim Zusehen wurde uns schwindelig. Das Monument ist fast 170 Meter hoch und es war in der Planungszeit und eine kurze Zeit nach seiner Vollendung bis zur Fertigstellung des Eiffelturms 1889 das höchste Bauwerk der Erde. Es löste in dieser Rangfolge den Kölner Dom ab. Bis heute ist es der höchste Obelisk und das höchste Steinbauwerk der Welt.

Danach suchten wir das Weiße Haus auf. Michelle war gerade dabei, die Koffer zu packen, denn für die kommende Woche steht ein Deutschland-Besuch an 🙂

Auch hier, rund um das Weiße Haus sind die Sicherheitsbedingungen verschärft worden. Es ist gar nicht so einfach, einen freien Blick auf das Gebäude zu werfen. Den besten Blick hat man von der Rückseite des Gebäudes, und dort drängeln sich die Washington-Besucher. An der Stelle, wo ich die Uschi fotografiert habe, waren wir vor rund 20 Jahren schon mal. Damals sind wir mit dem Taxi hin gefahren. Heute ist das wegen der Sicherheit  unmöglich.

Die Washington National Cathedral ist die sechstgrößte Kathedrale der Welt und die zweitgrößte in den USA. Bei einem leichten Erdbeben 2011 wurden einige Teile der Kirche beschädigt. Die Kirche ist relativ „jung“, der Bau dauerte 83 Jahre; die letzte Kreuzblume wurde 1990 in Gegenwart von Präsident George H. W. Bush eingefügt.

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