Watt??? Ins Watt???

Im Kulturhaus von Greetsiel wurde am Mittwoch eine Watt-Wanderung für den Donnerstag angeboten. Klar, dass wir da mitmachen…

Treffpunkt war der Kiosk „Trockenstrand“ von Upleward (ja, so heißt der Ort), etwa 18 km südlich von Greetsiel, pünktlich um 10 Uhr.

Der „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ ist, gemeinsam mit dem Wattenmeer von Hamburg und Schleswig-Holstein, sowie Holland und Dänemark, zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt worden (wir fragen uns, was gehört nicht zum Weltkulturerbe).

Nach dem uns eine sehr freundliche und sachkundige, aber auch resolute Nationalpark-Führerin sehr anschaulich erklärt hat, warum es Ebbe und Flut gibt, mussten wir alle die Schuhe und Socken ausziehen und die Hosen hoch krempeln. Dann ging es los.

Aber nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe: eine Wattwanderung, meinetwegen vom Ausgangspunkt aus nach Borkum oder einer anderen Insel, also eine  Wanderung, wo man eine bestimmte Distanz zurück legt, sondern es war eine Biologiestunde, in der man erklärt bekommt, wie das Ökosystem im Watt funktioniert. Tatsächlich ist es so, dass in einem Kubikmeter Schlick mehr als 20.000 Tiere leben. Das sind z. B. Wattwürmer, Muscheln, Mini-Krebse, Mini-Schnecken und noch viele mehr. Es gibt 130.000 verschiedene Arten von Weichtieren. Von der Entfernung haben die Teilnehmer gerade mal  vielleicht 200 m geschafft.

Der Schlick, der so etwa 30 – 40 cm tief war, war eiskalt… Und für mich sehr unangenehm: man sieht nicht, wo man hin tritt, besser gesagt, auf was man tritt. Ich hatte ständig das Gefühl, auf irgendwelche Muschel, Krebse oder sonstige Tiere herum zu treten. Man kommt auch kaum von der Stelle, denn seine Beine vorsichtig auf den Boden zu setzen und dann wieder für den nächsten Schritt aus der Schlammmasse (hey: 3 m sind richtig, laut Duden 😉 ) heraus zu ziehen, ist gar nicht so einfach.

Ich habe dann nach 10 Minuten aufgegeben, weil es mir einfach zu kalt und unangenehm war. Uschi hat bis zum Schluss durchgehalten. Sie sagte aber, dass Wattwürmer wie Mammut-Regenwürmer aussehen und sind richtig ekelig :no:

Am Nachmittag sind wir mit dem Roller nach Norddeich und Norden gefahren, ca. 20 km entfernt von Greetsiel. Auch das sind zwei Orte mit viel Rummel… Auf einem Bild sieht man eine „Messlatte“, auf der die Hochwasser-Stände abzulesen sind. Das ist schon ganz schön erschreckend und für uns kaum vorstellbar. Dort wo wir fotografiert haben, hätten wir 3 oder Meter unter Wasser gestanden…

 

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Uschi

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