Wir geben auf…

Angesichts der schlimmen Wetternachrichten mit Windböen und Windstärken 7 bis 9, starker Dauerregen, Kälteeinbruch, und keine Aussicht für die nächsten 10 bis 14 Tage auf Besserung haben uns dazu bewogen, unsere lange geplante Tour durch Norddeutschland abzubrechen und sind nun wieder in Lemgo.

Wir waren nur 13 Tage unterwegs, davon 3 schöne Tage ohne Regen. Es hat sich wieder einmal mehr gezeigt, dass der Norden von Deutschland wettermäßig viel unbeständiger ist, als Süddeutschland. Dabei hat mir der Norden sehr gut gefallen: weite Sicht auf die Wiesen und Felder, kein Berg stört den Blick, großzügige Gärten um die Häuser herum ohne störende Zäune. Dann die kleinen Orte mit ihren Häfen, Fischkutter usw. Alles sehr schön. Jedenfalls meine Meinung. Uschi bleibt als „Mädel aus dem Bergischen Land“ doch eher den Bergen treu…

Aber dass man für eine Deutschland-Reise nicht mal wenigstens 4 oder gar 6 Wochen im Sommer ungestört vom Wetter unternehmen kann, ist schon sehr traurig…

Nur: wer kann es ändern???

Vor der Heimreise sind wir am Mittwochmorgen zunächst nach Dorum gefahren, ca. 15 km nördlich von Bremerhaven, genauer gesagt: zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Dort arbeiten Ute und Detlef im „Wurster-Hof„, ein Restaurant, das sie schon seit einigen Jahren betreiben. Vor dem Restaurant war an dieser Stelle ein Schlachthof. Ute und Detlef haben ihn zum Restaurant umgebaut. Die Inneneinrichtung vermittelt einen sehr gemütlichen, maritimen Eindruck. Es gibt noch eine Ferienwohnung und einen Veranstaltungsraum für ca. 50 Personen. Und die Küche ist hervorragend: Detlef ist Vorsitzender einer Köchevereinigung in der dortigen Region. Sein Sohn wurde schon für seine Kochkünste mit Preisen bei nationalen Wettbewerben ausgezeichnet, also deutschlandweit. Und es gibt einen „Carthago-Stammtisch“!

Jetzt könnte man meinen, der Name „Wurster-Hof“ hat etwas mit der Wurst zu tun, die damals dort hergestellt wurde. Aber weit gefehlt:

Das Land Wursten ist eine historische Landschaft zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Der Name leitet sich her von dem niederdeutschen Begriff Wurtsassen oder Wursaten, das heißt „Wurten-Bewohner“. Wurten sind künstliche Siedlungshügel, die bis zur Errichtung von Deichen in den Marschgebieten der Nordseeküste den einzigen Schutz für Mensch und Vieh vor Hochwasser und Sturmfluten boten. Nachdem der Name lange Zeit nur noch eine Landschaftsbezeichnung gewesen war, ist er seit 1974 als Samtgemeinde Land Wursten wieder in den offiziellen Sprachgebrauch zurückgekehrt.

Jedenfalls sind wir bei Ute und Detlef sehr herzlich aufgenommen worden und haben hervorragend gegessen. Das wichtigste: wir haben sehr sypamthische, warmherzige und offene Menschen kennen gelernt.Ist ja auch kein Wunder: schließlich sind sie – wir wir – Carthago-Fahrer :-))

Gegen 14 Uhr haben wir uns verabschiedet und waren um 17 Uhr in Lemgo. Wie geht nun unsere Reise weiter? Wir warten mal das Wetter ab…


Print Friendly, PDF & Email

Uschi

Farben: 5e7630 a0250c

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.