5. Tour = München-Göttingen-Österreich-Italien

Am 17.06.2004 flogen Thomas, Balu und ich nach München und holten unser Wohnmobil in Oberding ab. Hintergrund ist: Thomas hat seine kaufmännische Ausbildung auf Teneriffa „geschmissen“ und will nun Tischler werden. Er hatte ein Vorstellungsgespräch in Nordheim bei der Tischlerei Jahre und bekam dort einen Lehrvertrag. Zuvor musste er aber ein Jahr lang die Berufsschule in Göttingen besuchen. Daher suchte sich Thomas eine Wohnung in einer 3er-WG. Bis zum 05.07. unternahmen wir diverse Ausflüge:

  • Wolfsburg-Autostadt
  • Besuch bei Erni und Manfred in Calberlah
  • 4 Tage Südseecamp
  • Solingen Oma Rita und Opa Günter besuchen
  • Besuch in Oberhausen Birgit und Uwe
  • Treffen mit Eva in Aachen, wo sie ihre Ausbildung zur Hebamme machte

Am 05.07.2004 trafen wir die Mutter vom Thomas in Mönchengladbach bei Camping Krings. Warum Camping-Krings? Richtig: die Treppe machte wieder Ärger. Diesmal schickte man mich sofort nach Bürstner zum Werk in Kehl. Thomas blieb bei seiner Mutter und Balu und ich waren nun alleine unterwegs. Am 07.07. wurde die 4. neue Treppe eingebaut, die aber diesmal endgültig hielt 🙂

Am 08.07. war ich wieder in Oberding und holte abends die Uschi vom Flughafen München ab. Am nächsten Tag besuchten wir Anita und Waldemar in Altdorf/Landshut und unternahmen einen schönen Rundgang durch Landshut. Am 10.07. ging es nach Passau zum Drei-Flüsse-Camping. Ilz, Inn und Donau treffen sich in Passau.

Am 12.07. übernachteten wir auf dem Campingplatz Murinsel in der Steiermark. Ein hervorragender CP an einem kleinen See. 5 Sterne von uns. Mit dem Rad fuhren wir nach Knittelfeld, von dort mit dem Zug nach Graz und trafen dort Ulli und Erich Müller, die uns die herrliche Stadt zeigten.

15.07.2004: Wir fuhren in Richtung Klagenfurt, Villach und dann nach Hermagor. Im Café Kandorf gabs Apfelstrudel mit Vanillesoße und Eis. Wir fuhren durchs Gailtal und kamen ins Lesachtal und fuhren zum Stellplatz Lahnerhof. Zuvor aber: oh Schreck! In Lesing führte uns eine Straße immer höher und höher, immer enger und enger. Aber oben angekommen: traumhafte Aussicht, traumhafte Gegend. Sehr gut im Restaurant gegessen. Die Fahrt nach hier oben hat sich gelohnt…

Am nächsten Tag unternahmen wir zuerst eine kleine Wanderung, dann Abfahrt in Richtung Dolomiten zum Camping Coronas. Gefiel uns nicht. Wir fuhren weiter zum Waldcamping Naturns. Dort waren wir 2002 zum ersten Mal, damals mit einem gemieteten Kastenwagen von einem Hersteller in Landsberg/Lech (Name vergessen). Wir unternahmen viele Radtouren, besichtigten Meran und Bozen, nahmen an geführten Wanderungen auf dem Meraner Höhenweg teil, gingen regelmäßig im Hallenbad vom CP schwimmen und hatten nie Langeweile.

Wir blieben in Naturns bis zum 25.07.2004 und fuhren zum Lago Maggiore. War es wirklich Italien oder Holland? Auf dem CP wohnten zu 99% Holländer. 

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Am 26.07.2004 ging es weiter nach Frankreich, zunächst durch den etwa 12 km langen Tunnel (de Frejus) und suchten uns aus dem France Passion-Katalog einen Stellplatz bei einem Weinbauer aus, und zwar Daniel Billard in Myans.

Am nächsten Tag mussten wir in die Werkstatt von Iveco in Chambery. Irgendwas mit den Bremsstutzen. Was immer das auch sein mag…

Am 29.07.2004 gin es zur Costa Brava. Unser Fahrzeug machte wieder einmal Probleme. Fehlstart, dicke Qualmwolken. Die Leute bei Iveco in Figueres fanden nichts! Am Abend waren wir auf dem CP Aquarius. Am nächsten Tag besuchten uns Birgit und Uwe, die in Ampuriabrava ein Ferienhaus besitzen. Am Abend gingen wir gemeinsam mit den Web-Campern zum Essen nach Rosas zum Italiener. Es war wahnsinnig heiß und drückend. 

02.08.2004: der Werkstattleiter von Iveco wollte nochmal das Fahrzeug untersuchen. Uwe holte uns ab und wir verbrachten den ganzen Tag in Ampuriabrava. Mit Balu mussten wir einen Tierarzt aufsuchen, weil sich durch einen Zeckenbiss eine Zyste an der rechten Pfote gebildet hatte. Die wurde weggeschnitten.  In der Werkstatt wurde kein Fehler gefunden. Uwe hatte eine neue Matratze mitgebracht. Nun konnte ich schmerzfrei schlafen. 

Am 03.08.2004 holte Uwe unsere Kinder Amelie und Eva vom Flughafen in Barcelona ab. Nun wohnten wir 4 im Wohnmobil, erzählten viel und faulenzten, denn das Wetter war zu heiß, um irgend etwas tagsüber zu unternehmen.

Am 08.08.2004 brachte Uwe die beiden Mädels zum Flughafen und sie flogen nach Düsseldorf. Wir verabschiedeten uns von Birgit und Uwe und fuhren nördlich nach Frankreich, denn wir waren mit Carola und Christoph am Canal du Medi in Les Grand Motte verabredet.  Die beiden hatten ein Boot gemietet. Die Wiedersehens-Freude war groß. 6 Flaschen Wein mussten herhalten, aber wir hatten ja genügend Vorrat. Uschi meinte am nächsten Tag, dass das Wohnmobil in der Nacht ganz schönen Seegang hatte 🙂

09.08.2004: Wir fuhren mit unserem Wohnmobil nach Aignes-Mortes, Carola und Christoph brauchten mit dem Boot 1,5 Stunden. Es ist eine schöne, kleine Stadt mit alter Stadtmauer und schöner Altstadt. Direkt am Hafen gibt es für uns einen guten Stellplatz, Carola und Christoph liegen etwas weiter abseits. Am Abend wurde gegrillt und Abschied gefeiert.

10.08.2004: Unser Fahrt ging entlang der Côte d’Azur bis nach Lorgues zur Domain Saint Jean Baptiste, und konnten dort unseren Weinvorrat wieder auffüllen. Lorgues ist eine französische Gemeinde mit 9116 Einwohnern im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. 

11.08.2004: Unsere Fahrt ging weiter zum Gardasee/Italien. Wir waren dort mit Henry verabredet. Der Stellplatz lag 10 km südlich vom Gardasee, in Solferino. Wir standen auf einem Bauernhof „Agrituristico“. Dort gibt es Ferienwohnungen, Reitstall, ein gutes Restaurant und eben Stellplätze für WoMos. Am nächsten Tag tragen wir Henry in Bardolino. Er war unterwegs mit Sabine und seinen Kindern.

12.08.2004: Am Abend suchten wir den CP Schloßhof in Lana, Südtirol auf. Der Platz liegt zwischen Wohnhäusern, die Stellplätze sind klein, man steht dort sehr eng. Daher sind wir am nächsten Tag zum Waldcamping Naturns umgezogen. Dort gab es ein funktionierendes Wlan und wir konnten erst einmal liegen gebliebene Arbeit nachholen. 

16.08.2004: wir fuhren mit der Gondel hoch zum Meraner Höhenweg und wanderten dort einige Stunden. Dann eine krasse Fehlentscheidung: wir sind zu Fuß nach Naturns abgestiegen. Uschi und Balu kamen halbtot am Campingplatz an. Und am nächsten Tag: Muskelkater…

22.08.2004: Wir verabschiedeten uns von Naturns und fuhren über den Reschenpass bis nach Ehrwald/Österreich. Ehrwald liegt ja am Fuße der Zugspitze. Weiter ging es bis nach Tannheim bzw. Grän, dort zum Comfort-Camp-Grän und blieben dort 4 Tage. Jeden Abend gingen wir ins Schwimmbad, tagsüber unternahmen wir Radtouren, zum Beispiel rund um den Haldensee. Das Wetter war sehr durchwachsen.

26.08.2004: Es hat die ganze Nacht geregnet und wir fuhren in Richtung Innsbruck und entschlossen uns, nach Aschau ins Zillertal zu fahren. Dort waren wir auf dem CP Aufenfeld. Sehr schöne Gegend, aber im Regen ist alles trostlos… 

27.08.2004: Am Morgen war das Wetter freundlicher und wir konnten mit dem Rad an der Ziller entlang fahren. Nun bei freundlichem Sonnenschein. Allerdings mussten wir feststellen, dass an einem Fenster Regen eintrat. Oh je…schon wieder ein Mangel.

28.08.2004: Mit dem Rad nach Fügen gefahren, immer der Ziller entlang. Sehr schöne Tour. Wir waren begeistert.

29.08.2004: Wir fuhren nach München, Aschheim, und standen auf dem Stellplatz vom Hotel Zur Post. Mittags hörte es auf zu regnen und mit S- und U-bahn fuhren wir zum Englischen Garten. Langer Spaziergang, auch durch München-City. 

30.08.2004: Inspektion bei Iveco am Frankfurter Ring. Mit den Rädern fuhren wir nochmals durch den Englischen Garten. Die Iveco-Werkstatt hat einen Injektor (???) ausgetauscht und somit das Problem behoben, was die Kollegen in der Iveco-Werkstatt in Figueres nicht gefunden haben. Am Abend ging es dann nochmals nach Altdorf, zu den Spanrads.

31.08.2004: Es ging zum Bürstner-Händler nach Ergolding. Die undichte Stelle am Fenster hat er nicht gefunden, dafür aber mit einem Messgerät festgestellt, dass Dach und Seitenwand total durchnässt waren. Großes Entsetzen bei uns. Das Fahrzeug muss zurück ins Werk. Und dann kam die nächste Hiobs-Botschaft: Balu hatte schon wieder eine Zyste am Pfötchen. Zum Glück fanden wir in Ergolding einen Tierarzt, Dr. Meyer, der sofort operierte und ein verkapseltes Samenkorn mit Widerhaken entfernte. Am Abend fahren wir wieder zu Anita und Waldemar nach Altdorf und blieben über Nacht dort. 

02.09.2004: Wir waren in Oberding auf unserem Dauer-Stellplatz und packten einige persönliche Sachen in den Keller vom Eigentümer des Stellplatzes und flogen anschließend von München nach Teneriffa. Ein langer, schöner Urlaub war zu Ende. Wir haben viel genossen, mit Augen, Ohren und Magen. Die grünen Almen, die Stille der Berge, den leckeren Obazdaund  Apfelstrudel…

Das Wohnmobil wurde von Bürstner wenige Tage später von einem Tieflader abgeholt und ins Werk gebracht.

 

 

 

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