4. Advent-Wochenende

Am gestrigen Samstag sind wir zu Fuß nach Alcalá gegangen, um den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Zur Advents- bzw. Weihnachtszeit sieht es auf Teneriffa anders aus, als man es z. B. in Deutschland gewohnt ist… Aber ein wenig „Lametta“ gibt´s hier doch 🙂

Am Marktplatz spielte zuerst eine keine Brass-Band weihnachtliche Klänge

Wir zogen es zunächst vor, uns abseits der überdimensionierten und unerträglich lauten Lautsprecher, die auf dem Marktplatz standen, fern zu halten. Besonders laut war der Moderator, der die Teilnehmer eines Wettlaufs lautstark anfeuerte. Erst als der Wettlauf zu Ende war – zwischenzeitlich war es dunkel geworden – kam die Dunkelheit – sind wir über den Weihnachtsmarkt geschlendert

Während unsere Frauen schon wieder im Café saßen, sind wir noch einmal an den Ständen vorbei gegangen

Walter, Werner, Hartmut

Walter, Werner, Hartmut

An verschiedenen Ständen konnte man Gebäck, Marmeladen, Liköre usw. kaufen. Darüber hinaus wurde an einem Stand kleine Pfannkuchen, Zitronenkuchen, Käse, Salami, Süßigkeiten und heiße Schokolade und vieles mehr ausgegeben. Kostenlos.

Auch diese Band erfreute die Zuschauer:

 

Heute, am Sonntagmorgen, sind wir in den Norden gefahren. Das Wetter war heute wieder sehr gut im Norden der Insel, was ja nicht immer der Fall ist. Glück gehabt…

In einem Café sahen wir viele Päckchen an der Decke hängen und fragten nach dem Grund

Der Kellner klärte uns schnell auf: In den manchen Päckchen befinden sich verschiedene Leckereien, wie z. B. Wein, Kekse, Bier, aber auch Kinderspielzeug und ähnliches. Man kann für 2 EUR einen Zettel mit seinem Namen und Telefonnummer auf ein Päckchen kleben und wenn man Glück hat, nach dem 08.01.2020 seinen Gewinn abholen…

Weiter ging es zum Botanischen Garten in Puerto de la Cruz

Dieser Garten wurde bereits 1788 auf Anordnung des Königs Karl III. von Spanien angelegt, um die aus den Tropen stammenden Pflanzenarten auf spanischem Gebiet zu akklimatisieren.

Der Garten besitzt einen ansehnliche Sammlung tropischer und subtropischer Pflanzen aus aller Welt. Viele Bäume sind aufgrund ihre Schönheit, Alters, außerordentlichen Größe, ihrer bizarren Formen oder ihrer Herkunft regelrechte Sehenswürdigkeiten

 

Zum Essen sind wir dann ins Restaurant Las Vistas (Santa Ursula) gefahren. Die Gebäude sind recht nett angelegt worden und es gibt eine große Aussenterrasse. Aber so richtig zufrieden waren wir mit dem Essen leider nicht: der Thunfisch war trocken, das Ziegenfleisch bestand fast nur aus Fett und Sehnen und das Escaldón* zu matschig und geschmacklos. Das haben wir in anderen Restaurants alles schon viel besser vorgefunden. Dafür war der Pulpo (Tintenfisch) gut, der Wein sehr gut und das Mineralwasser noch besser 🙂

Der Nachteil an einem Sonntag wie heute: es war jeder Tisch belegt. Drinnen und draußen. Die Kellner hektisch und die Geräuschkulisse dementsprechend hoch.

Zum Abschluss unserer „Nord-Tour“ sind wir an der Uferpromenade von Puerto entlang spaziert.

Die Wellen an der Uferpromenade waren geschätzt 4-6 m hoch oder höher:

Nachdem wir heute einen sehr schönen Tag gemeinsam verbracht haben, musste man leider in den Nachrichten lesen, dass in Südeuropa ein weiterer Sturm gewütet hat (Tagesschau vom 22.12.2019):

Erst „Elsa“ dann „Fabien“

Nachdem gerade erst der Sturm „Elsa“ über Westeuropa gezogen war, folgte am Samstag das Sturmtief „Fabien“ – mit Sturmböen von bis zu 170 Kilometer pro Stunde in Galicien im Nordwesten Spaniens. An der gesamten Küste Galiciens und im benachbarten Asturien galt wegen des starken Winds und hoher Wellen die höchste Alarmstufe Rot. In Madrid wurden acht Parks wegen des Sturms geschlossen.

In Frankreich warnte der Wetterdienst vor Sturmböen von bis zu 140 Kilometern pro Stunde im Südwesten des Landes und 180 Kilometern pro Stunde auf der Insel Korsika. In 18 Départements wurde die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen.

Auf Korsika trat nach starken Regenfällen unter anderem der Fluss Gravona über die Ufer und überflutete zahlreiche Straßen sowie das Rollfeld des Flughafens der Stadt Ajaccio. Ein Behördensprecher sprach von einer „Jahrhundertflut“.

*Escaldón ist ein typisches Essen der Kanaren, bestehend aus geröstetem Getreide, wie Gerste oder Weizen. Es wird mit Fleisch- oder Fischbrühe zubereitet und auch Zwiebel oder Fleischstücke werden manchmal hinzugefügt. Den letzten Schliff bekommt die Kanarische Köstlichkeit durch etwas Mojo (eine Soße aus Kräutern und Knoblauch), die je nach Zubereitung auch schon mal scharf sein kann.   

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