Alcatraz

Alcatraz ist eine von der Innenstadt von SF ca. 2 Kilometer entfernte Insel und wurde etwa 1850 zum Militärstützpunkt ausgebaut. 1934 wurde das Militärgefängnis in eine Bundesstrafanstalt umgebaut. Hier wurden die ganz „harten“ Fälle und auch einige der berüchtigtsten Kriminellen der USA eingesperrt, unter anderem auch Al Capone.

Alcatraz

Hier herrschten eigene Gesetze. Es gab damals in der amerikanischen Bevölkerung den Spruch:

Break the rules and you go to prison. Break the prison rules and you go to Alcatraz.

(Breche die Gesetze und du gehst ins Gefängnis. Breche die Gefängnis-Gesetze und du kommst nach Alactraz).

Alcatraz galt als sehr Ausbruch sicher. Von den 14 versuchten Ausbrüchen sind nur 2 Gefangene nicht wieder eingefangen worden. Man geht davon aus, dass sie ertrunken sind. Sicher ist man sich nicht. Es kann auch sein, dass sie sich nach Süd-Amerika abgesetzt haben. In allen Publikationen, die ich zu Alcatraz gelesen habe, gibt es sehr unterschiedliche Angaben zu den Zahlen, wie viele Gefangene einen Fluchtversuch – erfolgreich oder nicht – unternommen haben oder wie viele Gefangene tatsächlich im Laufe der Zeit hier untergebracht werden. Daher bitte die Zahlen nicht so genau nehmen 🙂

1.545 Gefangene gab es auf Alcatraz, die im Schnitt 8 bis 10 Jahre dort blieben. Etwa 75 Wärter wohnten mit ihren Familien auf der Insel. Es gab einen Laden, eine Schule, ein Postamt und zwei Kegelbahnen. 1963 ordnete der damalige US-Justizminister Robert F. Kennedy, Bruder von John F. Kennedy, die Schließung des Staatsgefängnisses wegen fehlender Rentabilität an.

Einer der damaligen Gefangenen, William Baker, saß an einem Schreibtisch und beantwortete die Fragen der Besucher zu seinem Buch und zu seinem Aufenthalt im Gefängnis.

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Er war damals 24 Jahre alt, als er wegen Scheckbetrug verurteilt wurde. Weil er aber im Gefängnis von Leavenworth mehrmals versuchte, auszubrechen, brachte man ihn nach Alcatraz. Nun ist er über 80 Jahre und sitzt fast täglich hier vor Ort.

Heute gehört Alcatraz zum National Park Service. Fast jedes Jahr kommen mehr als 1 Mio. Besucher. Sie  spülen mit den 30 US$ Eintrittsgeld (rund 23,50 EUR) pro Person viel Geld in die Kassen, so dass das Anwesen ständig renoviert und für unsere Nachfahren erhalten werden kann.

Man kann auf Alcatraz so gut wie alles besichtigen. Für die Besichtigung des Zellen-Gebäudes bekommt man „Audio-Führer“ (auch in Deutsch), also Kopfhörer, über die man sehr gut durch die verschiedenen Abteilungen geführt wird und alles ausführlich erklärt bekommt.

Park-Ranger informieren ständig über die Entwicklung der letzten 250 Jahre und in mehreren Kinosälen kann man sich Videofilme ansehen. Schnell sind dann vier Stunden vorbei und wir haben die Insel noch nicht einmal komplett besichtigt, was wir zwar hätten machen können, mit Rücksicht auf die vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt aber unterlassen haben.

Berücksichtigt man noch die beiden Schiffsfahrten von jeweils ca. 20 Minuten, so geht der Eintrittspreis völlig in Ordnung.

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