An der Südwestküste Schottlands

Von Culzean Castle sind wir nach Kirkcudbright gefahren. Es ist ein kleiner Ort mit ebenso kleinen Häusern, die bestimmt schon aus dem 17. Jahrhundert sind, die heute fast unverändert aussehen 🙂

Auch der Hafen hat sich in der Größe angepasst: klein…

Auffällig waren die vielen Kunsthandwerksgeschäfte. Scheinbar hat der Ort viele Künstler angezogen, die ihre Werke hier versuchen, an den Mann und die Frau zu bringen.

Mit anderen Worten, Kirkcudbright ist nicht der „Knüller“…

 

Von dort aus ging es nach New Abbey. In unserem Reiseführer steht wörtlich: „Das kleine, malerische Fischerdorf…“

Kleines Fischerdorf? Klein stimmt. Aber es gibt weit und breit kein Wasser! Die „Sweetheart Abbey“ kann jedoch überzeugen. Leider ist ein Teil eingerüstet und wird renoviert. Die ramponierten Relikte aus rotem Sandstein dieser Zisterzienserabtei stehen in starkem Kontrast zu den topgepflegten Rasenflächen und sonstigen Aussenanlagen.

Die Abtei wurde bereits 1273 zu Ehren ihres verstorbenen Ehemannes errichtet. Als er starb, ließ sie sein Herz einbalsamieren und trug es immer bei sich. Als sie 22 Jahre später selbst starb, wurde sie und das Herz beim Altar der Abtei begraben.

Richtig schön ist die dreieckige Wasserburg Caerlaverock Castle. Sie ist umgeben von einem Wassergraben, Rasenflächen und Baumgruppen. Die aussergewöhnliche Burg wirkt durch ihre Lage und durch den rosafarbenen Stein uneinnehmbar. Tatsächlich wurde sie mehrfach erobert. Das immer wieder den Bedürfnissen seiner Bewohner angepasste Caerlaverock Castle war bereits 400 Jahre Sitz einer Fürstenfamilie, als es 1640 zerstört und danach nie wieder aufgebaut wurde.

Am Nachmittag ging es dann weiter nach Hoddom Castle und Caravan Park, Nähe Lockerbie. Ein sehr schöner und großzügiger Campingplatz direkt neben dem Schloss. Hier fühlt man sich schon so etwa wie ein Schlossherr 🙂

Der Campingplatz bietet alles, was ein Camper sich wünscht. Also die gesamte Ver- und Entsorgung, Duschen, WC und Strom. Restaurant und Bar vorhanden. Der Golfplatz liegt direkt nebenan.

Und heute morgen, wir konnten es kaum glauben, erlebten wir den ersten Tag in Schottland ohne Wind. Den ganzen Tag hatten wir strahlenden Sonnenschein mit Temperaturen um die 21-22 Grad. Herrlich. Und weil es hier so schön ist, bleiben wir zwei Tage und fahren erst morgen weiter.   

In der Nähe liegt auch die Stadt Annan. Wenn man einen Preis für den hässlichsten Ort vergeben würde, dann hätte Annan die beste Aussicht den ersten Platz zu machen.  Ich habe mich gar nicht getraut, den Fotoapparat in der Stadt in die Hände zu nehmen. 

Annan bei Hoddom – Schottland

 

Und das ist der Hafen von Annan:

nor

 


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