Auf dem Weg nach Wales




Den schönen und sauberen Stellplatz in Tintagel haben wir verlassen und sind nach Minehead gefahren, 156 km war die Strecke.

Der Morgen begann mit Regen… Die Engländer lassen sich dadurch aber nicht abschrecken, denn bereits gegen 10 Uhr war der Parkplatz vom Dunster Castle mehr als gut belegt. Sie ziehen einfach ihre Regenjacken an oder öffnen der Regenschirm und los gehts.

Dunster Castle ist ein großes Schloß mit einer tausendjährigen Vergangenheit. Es wurde 1650 im Englischen Zivil Krieg zerstört. So wie es heute zu sehen ist wurde es zwischen 1868 und 1872 wieder aufgebaut und von der Familie Luttrell bewohnt bis Anfang der 70er Jahre im 20. Jahrhundert.

Das Schloss ist sehr schön eingerichtet, fast alle Wände sind mit Holz verkleidet. Es gibt viele Gemälde, die teilweise auf Leder gemalt wurden. Von den Zimmern hat man traumhaft schöne Ausblicke auf das Meer oder die grünen Weiden oder Wälder in der Umgebung. Der Garten ist recht groß und gärtnerisch absolut schön gestaltet. Wer also mal nach Nord-Devon kommt, sollte dieses Schloss nicht auslassen.

Gegen Mittag habe ich dann den Regenfilter von meinem Fotoapparat genommen und den Sonnenfilter montiert 🙂

Aber mal im Ernst: auf dieser England/Wales-Tour fotografieren wir nur mit unseren Handys. Man muss dann zwar ein paar Einschränkungen gegenüber einem „richtigen“ Fotoapparat machen, aber wir haben keine Lust mehr, schweres Foto-Gepäck herum zu schleppen und sind der Meinung, dass die Bilder mit dem Handy auch ganz gut brauchbar sind.

Dann ging es nach Tyntesfield, wie schon gesagt: ab jetzt mit Sonne. Dort steht ein Herrenhaus, das in rund 200 Jahren von der Familie Gibbs bewohnt wurde. Als der letzte Lord Wraxall 2001 starb, wurde das Anwesen 2002 dem National Trust übergeben.

Das Haus verfügt über sehr viele Zimmer. Allein die Anzahl von 43 Schlafzimmer hat und überrascht. Es gibt aber nicht nur das Haus, sondern auch ein großer Garten und Ländereien mit Landwirtschaft.

Früher gab es hier einmal sehr viele Pferde. Die Ställe dienen heute dem Café, dem Shop und auch auf den Toiletten fühlt man sich wie in einer Pferdebox 🙂

Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Wales. Wir fuhren über eine Brücke die mautpflichtig war und zahlten 6,70 GBP.

Bei herrlichem Wetter kamen wir in der Nähe von Newport auf einer Farm an, wo wir für 12 GBP übernachten durften. Die 88-jährige Besitzerin lebte von 1953 bis 1956 mit ihrem Mann, der damals Soldat war, in Rheindahlen bei Mönchengladbach. Der Stellplatz war ebenfalls sehr gepflegt, ruhig und  ziemlich groß.

 

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2 Kommentare

  1. Hallo Ursula,

    der Rasen ist so unverschämt grün, weil er oft gegossen wird 🙂

    Gruss Walter
    zur Zeit St. Davis mit Traum-Wetter.

  2. Ach so nur handy fotos! Deshalb ist der rasen so unverschaemt gruen! Danke fuer die tollen bilder und berichte.

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