Auf dem Weg zum Staudamm

Der Öko-Camping-Batak, auf dem ich zurzeit bin, liegt direkt am See, besser gesagt an einem Stausee, an dem Strom erzeugt wird. Die Talsperre wurde 1959 fertiggestellt. Die Stadt Batak liegt ca. 8 km südlich.

Leider ist eine Umrundung des Stausees nicht möglich, also bin ich hin und zurück dieselbe Strecke gefahren. Eine Strecke mit leichten Steigungen, einer asphaltierten Straße, nur ganz wenig Autoverkehr. Und man hat immer den Blick auf den See. Die Sonne hat die Felder und Wiesen in der letzten Zeit ausgetrocknet und in einen gelblichen Ton verwandelt. Es fehlt Regen für ein saftiges Grün. 

Rechts und links der Straße sind vereinzelte Häuser errichtet worden, größtenteils recht ansehnliche Häuser. Wer hier wohnt, der wohnt aus meiner Sicht „am Ende der Welt“. Hier ist nichts los. Mit einer Ausnahme: ganz am Ende des Weges befindet sich ein Hotel, sogar mit Tennisplatz, aber scheinbar geschlossen. Etwa 200 m davor ein Restaurant, das wohl nur auf bulgarische Gäste eingerichtet ist, denn die Speisekarte ist komplett in kyrillischer Schrift, und da verstehe ich nichts, ich kann auch nichts ableiten. Aber für einen Kaffee konnte ich mich doch verständlich machen 🙂

Bei der Gelegenheit kann ich auf die Unterschiede zu Rumänien hinweisen, die mir nach wenigen Tagen in Bulgarien aufgefallen sind:

  • in Rumänien sprechen geschätzt 95 % der Einwohner Englisch. In Bulgarien vielleicht 5%
  • in Rumänien bezahlt man selbst Kleinstbeträge mit der Kredit-Karte, auch wenn es umgerechnet nur 1 EUR oder gar weniger ausmacht. Hier in Bulgarien ist eine Kartenzahlung nur selten möglich
  • in Rumänien waren die Leute freundlich, hilfsbereit, sie hatten ein Lächeln im Gesicht, man schaute sich an, grüßte, auch wenn man sich nicht kannte. Hier in Bulgarien schauen die Leute ganz überwiegend grußlos weg. Sagen auch nicht in ihrer Sprache: Guten Tag, oder danke, oder bitte. Einfach nichts. Das habe ich so in noch keinem Ausland erlebt.

Aber zurück zu meiner Radtour: am Ufer sah ich einige Wohnmobile stehen, die dort frei stehen, ohne jegliche Versorgung. Und dann war da noch eine Herde aus ca. 30 Wildpferden, die am Wegesrand grasten und auch ganz gemütlich auf der Straße herumliefen.

Heute Morgen war ich in Batak zum Einkauf, eine Kleinstadt mit rund 3.000 Einwohner. Es gibt einige kleine Supermärkte, wo man seinen täglichen Bedarf decken kann. Für größere Einkäufe muss man 25 km weiter fahren, dort gibt es große Supermärkte wie Lidl und Kaufland.

Die Kirche in Batak ist recht groß, war heute leider geschlossen. Aber ich bin ja noch ein paar Tage hier…

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