Chatsworth House

Unser Ausflug in den wunderschönen Peak District (insgesamt 106 km) führte uns heute zum Chatsworth House.


Es gehört zu den grandiosesten Herrenhäuser des Landes – man kann es auch als englisches Landschloss bezeichnen – und liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Bakewell in Derbyshire.

Es ist der Sitz der Familie Cavendish, der Dukes of Devonshire, und wird seit dem 16. Jahrhundert ununterbrochen von ihnen bewohnt. Das sind die heutigen Eigentümer:


Chatsworth ist eines der bekanntesten Herrenhäuser Englands. Es liegt inmitten seines ausgedehnten Parks und überschaut den nahe gelegenen Fluss Derwent sowie die Hügel, die dieses vom benachbarten Tal des Flusses Wye trennen.

Das Hauptgebäude wurde im Stil des englischen Barocks um einen Innenhof erbaut, hat eine reich verzierte Dachbrüstung und eine mit Pilastern streng gegliederte Fassade sowie 175 Räume.

Chatsworth House bietet eine Vielzahl an Prunkräumen, die mit Gemälden von Tintoretto, Canaletto, Rembrandt, Van Dyck und Renoir, mit Deckengemälden von Antonio Verrio und Louis Laguerre sowie mit Tapisserien, Seiden- und Leder-Wandbehängen ausgestattet sind. Darüber hinaus werden Porzellan und Möbel verschiedener Epochen gezeigt. Weitere Höhepunkte bilden die Bibliothek mit 17.500 Bänden sowie die Skulpturengalerie mit Werken unter anderem von Antonio Canova, Bertel Thorvaldsen und Rudolf Schadow sowie Gemälden von Rembrandt und Frans Hals. Sie gilt als eine der größten Privatsammlungen klassizistischer Skulpturen in England.

Man sagt, dass es hier die wertvollste Kunstsammlung Großbritanniens gibt – wenn man von der Kunstsammlung der Queen absieht. Es ist sicher das prunkvollste Haus, dass wir je besucht haben. Wie schon oben geschrieben, befindet es sich noch immer im Familienbesitz. Die Tickets kosten 24 GBP pro Person (incl. Audio-Guide in Deutsch). Auch die Aussenanlagen sind phenomenal. Der Garten ist eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von Teichen, Grotten, Gewächshäuser, Kaskaden und einer 40 m hohen Fontäne. Man findet eine reichhaltige Sammlung von exotischen und einheimischen Pflanzen. Im Wald findet man einen Turm und weitere Nebengebäude, die als Gefängnis für Maria Stuart gedient haben sollen. 

Wie wir es bisher in England erlebt haben, darf man als Besucher überall in den Aussenanlage herumlaufen. „Rasen betreten verboten“ gibt es scheinbar im englischen Wörterbuch nicht. An einem so schönen Tag wie heute – zumal noch am Wochenende – besuchen viele das Anwesen und nutzen die Gelegenheit, im Freien mit ihrer Familie zu picknicken und relaxen. Für die Kinder ist es ein großer Spaß, im Wasserlauf der Kaskade zu plantschen.

Wir trafen im Park ein Ehepaar mit einem kleinen Malteser, Max genannt. Auf die Frage, was unser Chico denn für ein Rassehund ist, sagten wir: halb Malteser, halb Yorky. Aha, sagte der Mann, also ein Malky. Jetzt wissen wir endlich, was wir 10 mal am Tag antworten sollen, wenn wir nach der Rasse vom Chico gefragt werden 🙂

Übrigens: Schottland ist ein Land der Schafe. Wir sind sicher, dass es mehr Schafe als Einwohner gibt. England dagegen ist ein Land der Hunde. Wir sehen ganz viele Hundebesitzer mit 2 oder mehr Hunden an der Leine. 

Wir haben die nachfolgenden Bilder aufgeteilt nach „innen“ und „aussen“, damit es übersichtlicher ist:

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2 Kommentare

  1. Große Klasse Walter! Da wissen wir ja wo wir demnächst hinfahren werden. Macht Freude so etwas zu sehen, wenn auch nur von Ferne auf dem Bildschirm. Also nix wie hin. Das alles bei solchem Wetter. Ihr seid Glückspilze!!
    LG Michael

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