Clovelly Grafschaft Devon




Heute haben wir Cornwall verlassen. Ja, es musste sein… Wir hätten uns noch wochenlang hier aufhalten können. Es gibt – ich schrieb es schon an anderer Stelle – so viel zu sehen! Aber mit Blick auf den Kalender müssen wir einfach weiter, wir müssen einfach auch mal „Strecke“ machen… Das haben wir heute getan. Mit 154 km schon für uns eine sehr lange Strecke.

Wir sind zurück in der Grafschaft Devon, nun aber in Nord-Devon.

Die größte Stadt Devons ist Plymouth, aber seine Hauptstadt ist Exeter. Devon ist einerseits für seine pittoresken Küstenstädte und andererseits für die Dartmoor– und Exmoor-Nationalparks bekannt.


Einen Zwischenstopp haben wir in Clovelly eingelegt. War es am Morgen noch bewölkt und gab es einen kleinen Regenguss, so riss am Vormittag der Himmel auf und die Sonne kam voll durch bis zum Abend.

Durch seine malerische Lage lockt Clovelly viele Touristen an. Der Ort selbst kann nur zu Fuß besichtigt werden. Für ältere und gebrechliche Menschen gibt es gegen Gebühr einen Land-Rover-Service, der diese Besucher auf einer neben dem Dorf gelegenen Asphaltstraße nach unten an den Hafen bringt. Dieser befahrbare Weg wird sonst vom im Hafen gelegenen Hotel genutzt.

Ein 800 Meter langer Weg mit Kopfsteinpflaster und einigen Stufen führt nach unten zum Hafen, wo man eine Kaimauer aus dem 14. Jahrhundert findet. Außerdem gibt es in dem Dorf zwei Kapellen, Restaurants sowie Souvenirläden und Kunsthandwerksläden. Gegen Gebühr kann man sich auf einem Esel durch den Ort führen lassen.

Im Ort leben zurzeit 400 Einwohner, wobei viele davon noch den klassischen Fischfang betreiben, was an den weißen Fischerhäuschen deutlich wird. Das Dorf ist seit 250 Jahren im Privatbesitz der Familie Rous, welche die seit 1988 erhobenen Eintrittsgelder (7,25 GBP pro Person) nutzt, um das Dorf zu erhalten.

Man kann Cornwall und Devon mit dem Allgäu vergleichen. Nicht so spektakulär hoch, aber mit sanften und grünen Hügeln. Allerdings geht es mitunter steil hoch und dann wieder abwärts. Hinweisschilder mit einem Gefälle von 25% sind keine Seltenheit. 

Besonders begeistert waren wir von der Strecke zwischen Lynton und Minehead. Die Straße nennt sich A39. Die führt durch den Exmoor Nationalpark.

Der Exmoor-Nationalpark liegt nicht nur in der Grafschaft Devon, sondern auch in der Grafschaft Somerset.  Die abwechslungsreiche Felsenküste ist durchsetzt mit engen, bewaldeten Taleinschnitten.

Das unbebaute Moorland ist eine offene, baumlose Heidelandschaft, wo Blaubeeren, eine örtliche Delikatesse, und Adlerfarn wachsen. An der Küste kontrastiert rosalila blühendes Heidekraut zu leuchtend gelbem Stechginster. Solch riesige Heidekraut-Felder haben wir noch nie gesehen…

In der Mitte von Exmoor, um Simonsbath herum, liegt der ehemalige königliche Jagdwald, heute ein ausgedehntes Grasmoorgebiet. Im Exmoor leben die meisten Rothirsche Englands.

 

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