Cluj – Sighisoara

Die heutige Strecke war ca. 174 km lang und ging von Cluj (Klausenburg) über Turda (Thorenburg), Targu Mures (Neumarkt am Mieresch) nach Sighisoara (Schäsburg):

Erste Anlaufstelle war das Salzbergwerk in Turda. Die Salina zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen in Rumänien. Eintritt für Rentner = 30 Lei (6 EUR) und für den Parkplatz 2 Lei = 0,40 EUR. Seit knapp 90 Jahren wird in dem Bergwerk in Transsylvanien im Nordwesten Rumäniens bereits kein Salz mehr gewonnen. Die zurückgelassenen Felshöhlen der „Salina Turda“ dienten danach nur noch als Lager für Käse, bis sich 1992 eine andere Verwendung ergab. Seitdem fahren die Aufzüge der Anlage wieder: Sie bringen Touristen in die Tiefe.

Am Grund des Bergwerks, in 120 Metern Tiefe, findet man einen kleinen Vergnügungspark. Tischtennis, Minigolf, kleines Riesenrad. Warum dort? Keine Ahnung. Blödsinn. Ausserdem kann man in Booten über einen Salzsee rudern. Für Kurgäste gibt es einen speziellen Therapiebereich. Vor Corona besuchten pro Jahr etwa 600.000 Menschen das stillgelegte Salzbergwerk. Sieht man vom Vergnügungspark ab, war es für mich ein interessanter Besuch.

Dann ging es weiter nach Targu Mures. Von den 128.000 Einwohnern sind 50 % Rumänen und 46 % Ungarn. Mitten durch die Stadt zieht sich ein schöner Rosengarten. Auch hier wieder eine riesige orthodoxe Kathedrale, die mit ihrer Kuppel alles überragt. Der hohe Innenraum ist über und über ausgemalt. Beeindruckend. Auf dem zentralen Rosenplatz findet man den Kulturpalast mit seinem farbigen Dach. Die Synagoge, leider ab 12 Uhr geschlossen, soll ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören.

Letzte Station ist die Stadt Sighisoara. Ich war total überrascht, denn hir gibt es so etwas wie eine kleine gemütliche Altstadt. Türme, Türmchen, Tore, krumme Häuschen mit Geranien an den Fenstern, schmale Gassen, mit Flusssteinen gepflastert: das ist Schäßburg, seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Als ich ankam, hatte sich die Sonne verzogen und Wolken verdunkelten den Himmel. Zeit also nur für ein paar Fotos. Dann gegen 19 Uhr gab es ein starkes Gewitter mit genauso starkem Regen. Daher werde ich morgen die Altstadt noch einmal besuchen. 

Übrigens: hier steht auch das Dracula-Haus. Doch dazu morgen mehr 🙂

 

 

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