De Veerstal (Holland)

Am Rande des Erholungsgebiets Rhederlaag liegt der Campingplatz „De Veerstal„. In diesem Freizeit- und Erholungspark finden man alles, was man für den Urlaub braucht, insbesondere dann, wenn man mit den Enkelkindern unterwegs ist: einen See, Sand-Strand, Spielwiesen, Indoor-Spielplatz, Aussen-Spielplätze, Animation für Kinder, Restaurant, kleiner Supermarkt, Bowlingbahn, Fahrradverleih und vieles mehr. 

Uschi hat bereits im letzten Jahr diesen Campingplatz vorgeschlagen und Eva, Bernd und Marlene war sofort von der Idee begeistert, dass wir dort 14 Tage gemeinsam verbringen. Von Lemgo aus ist es ja nicht weit, ca. 260 km, und das schafft man in gut 2,5 Stunden….


 

Wir hatten Glück mit dem Wetter: die ganze Zeit war es heiß bis sehr heiß, also viele Tage nacheinander bis 35 Grad….

Zu Beginn war auch Melina dabei, die nach einer Woche von ihrem Papa angeholt wurde, da ein paar Tage später die Schule begann, wie für alle Kinder in NRW. Melina wäre gerne noch geblieben, selbst nach 3 Wochen mit uns Großeltern war es ihr noch nicht zuviel 🙂 In der ersten Woche, wo Melina bei uns war, haben wir ein Chalet bewohnt. Danach – als Uschi und ich dann alleine waren – sind wir auf den Campingplatz in unsere Kuschelkiste umgezogen. Eva, Bernd und Marlene haben volle 2 Wochen in einem Chalet gewohnt.

Der Fluß „Ijssel“ führt direkt am Campingplatz vorbei. Nur ca. 1,5 km weiter gibt es eine kleine Fähre, die die Wanderer und Fahrradfahrer auf die andere Flussseite bringt und nach weiteren 500 m ist man in der Kleinstadt „Rheden“. Dort gibt es zwei ordentlich-große Supermärkte, weitere Geschäfte, und ein gutes Eis-Café 🙂

Und unmittelbar hinter dem Ort Rheden liegt der Nationalpark „Veluwezoom“. Der 5.000 Hektar große Park wurde bereits 1930 eröffnet und ist damit der älteste Nationalpark in den Niederlanden. Wir waren ganz überrascht, so einen tollen Park vorzufinden: es gibt überwiegend Waldgebiete, große Lichtungen mit grünen Weiden oder – gerade jetzt im August – blühendem Heidekraut (Erica). Und gaaaanz tolle Fahrradwege. Aber darüber habe ich ja schon im Bericht zuvor geschrieben und kann meine Begeisterung nicht genug zum Ausdruck bringen. Jedenfalls glaube ich, dass man 3 Wochen jeden Tag einen anderen Radweg auf seiner Tour entdecken kann.

Die Holländer haben sich eine tolle Sache einfallen lassen, um Fahrrad- oder Wanderwege zu markieren: Die Knotenpunkte

Damit findet sich jeder sehr schnell zurecht und überall sind die Zeichen aufgestellt, so dass man ganz leicht zu seinem Ziel findet. Viel besser als die Beschilderung in Deutschland. 

Hier ein paar Fotos von meiner Radtour vom Campingplatz über Giesbeck nach Doesburg (in Doesburg gibt es einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz):

Oder von der Radtour, an der mich der Bernd begleitete:

 

Fast immer waren wir mit dem Rad unterwegs. An einem Tag jedoch mit dem Auto, und zwar sind wir nach Deventer gefahren. Etwa 50 km entfernt, über die Autobahn in weniger als 1 Stunde zu erreichen.

Nach Deventer muss man an einem Freitag hin. Oder an einem Samstag. Denn an diesen beiden Tag herrscht – normalerweise – reges Markttreiben. Jetzt zur Coronazeit waren geschätzt nur die Hälfte der Marktstände aufgebaut. Mit dabei: der Fischstand, der ganz leckeren „Kibbeling“ backt 🙂

Danach noch ein Eis von Talamini —- und die Welt ist in Ordnung 🙂

Ein Besuch im Burgers Zoo in der Nähe von Arnheim war Pflicht für die Familie, wobei ich es vorgezogen habe, nicht mitzufahren, denn Zoos sind nicht meine Welt. Alle anderen waren total begeistert, insbesondere vom Schmetterlingshaus:

Abends haben wir mit Eva und Bernd verschiedene Strategie-Spiele gespielt oder gepokert. Natürlich nicht um Geld, sondern der Gewinner wurde am nächsten Tag zu einer Eis-Portion eingeladen 🙂 Beim Pokern haben Eva und Bernd regelmäßig abgeräumt 🙂 und Uschi und ich gingen leer aus.

Der Campingplatz „De Veerstal“ liegt zwischen der Ijssel und einem riesigen Baggersee. Hier hat man vor 5 Jahren den Sand-Abbau eingestellt, nach dem man 45 Jahre lang den Sand ausgehoben hat. Aber schon vor einiger Zeit hat man nach und nach mit der Denaturierung angefangen, und so sind rund um den See viele Campingplätze und Marinas entstanden. Klar, dass hier viele mit ihren Yachten unterwegs sind. Wir haben uns ein kleines Elektroboot gemietet und durften einen Tag damit herum schippern. Klar, dass jeder man Kapitän und Steuermann (-frau) sein wollte. Am Vormittag wurden wir von einer kleinen Regenschauer „auf hoher See“ überrascht. Ab Mittag jedoch zeigt sich die Sonne und alle hatten ihren Riesenspaß:

 

Es geht aber auch mit Muskelkraft. Kanufahren hat uns schon in Florida sehr gefallen, zumal dort die Krokodile genau beäugt haben. Hier auf dem See war jedoch alles entspannt. Ab und zu schwammen Enten vorbei oder Wildgänse kreisten in der Luft. Die Koordination beim Kanufahren mussten Eva, Bernd und Marlene noch abstimmen. Jeder saß mal woanders, bis das Dream-Team den richtigen Platz gefunden hatte 🙂

Man sieht: hier auf dem Campingplatz, in der unmittelbaren Nähe und der weiteren Umgebung kann man viel unternehmen. So wie Eva und Bernd es gemacht haben, in dem sie Amsterdam besucht haben:

Und, nicht zu vergessen: der schöne Sandstrand mit großer Liegewiese am See. Das war insbesondere für die Wasserratte Melina eine herrliche Sache:

 

Und dann war da noch das Bowling-Spielen. De Veerstal hat 4 Bowlingbahnen, die recht neu aussahen und sehr gepflegt waren:

Es waren sehr schöne 14 Tage, nicht nur vom Wetter oder vom Campingplatz mit seinen Aussengebieten her. Schön auch deshalb, weil wir im (verkleinerten) Familienkreis fast immer zusammen waren. Das kommt ja bei uns nicht so oft vor. Schade war, dass Tommy mit seiner Familie nicht teilnehmen konnten. Unsere drei Enkelkinder wohnen in drei verschiedenen Bundesländern mit unterschiedlichen Zeiträumen, an denen es Schulferien gibt. In diesem Jahr hat sich nur eine Woche ergeben, wo alle gemeinsam Schulferien gehabt hätten. Und ausgerechnet in dieser Woche hat Tommy seinen Urlaub nicht einplanen können. Vielleicht ein anderes Mal….  

 

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