Death Valley

Heute sind wir schon ganz früh aufgebrochen, um der Mittags-Hitze nicht so viel Gelegenheit zu geben, uns auszutrocknen 🙂 Um kurz nach 7 Uhr waren wir unterwegs…


Von Lone Pine aus ging es auf dem Hwy 190 ins Death Valley, dem Tal des Todes… Wer sich für weitergehende Informationen zum Death Valley interessiert, der sollte den vorgenannten Link anklicken.

Das Gebiet ist viel zu schade, im einfach nur durch zu fahren. Und so tot, wie der Name es vorgibt, ist das Death Valley gar nicht. Hier leben rund 400 Tierarten, obwohl es die heißeste Gegend auf der Welt ist. Am 10. Juli 1913 wurden 134 Grad Fahrenheit gemessen, das sind 56,67 Grad Celsius…

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So heiß war es heute um 10:30 Uhr gottlob nicht, als wir das Visitor-Center Furnace Creek betraten, da war die Anzeige auf 43,3 Grad C. Und als wir um 11:30 Uhr des Visitor-Center verlassen haben, war es 44,4 Grad C. Es geht immer Wind. Warmer Wind natürlich. Man kann das vergleichen mit dem Haarfön: Man hat den Eindruck, dauernd von einem Haarfön angestrahlt zu werden.

Ein Teil des Death Valleys liegt unter dem Meeresspiegel, und zwar 272 Fuß, das sind 86 Meter

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Im Visitor-Center haben wir uns einen ca. 20-minütigen Videofilm über Death-Valley-Nationalpark angeschaut. Total interessant. Kann ich nur jedem empfehlen. Hier leben noch Indianer, die behaupten, es ist ihr Land… Ich frage mich, wie man hier allen Ernstes leben kann, bei dieser Hitze…

Die durchschnittliche Verweildauer der Besucher an den Aussichtspunkten beträgt unter einer Minute: raus aus dem Auto, Fotoapparat hoch, klick klick klick, und dann wieder rein ins klimatisierte Fahrzeug und weiter geht´s.

Auch die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Wie man oben am Streckenverlauf gut sehen kann, ging es etwa ab Kilometer 90 für 15 Kilometer steil hoch, dann auf einem Verlauf von 30 km steil herunter. Da haben wir vorher den PKW vom Wohnmobil abgekoppelt, weil es sonst sicher zu schwer für das Wohnmobil gewesen wäre… Bergab muss man ständig bremsen bzw. über die Motorbremse die Geschwindigkeit reduzieren. Manchmal ging es kilometerweit geradeaus. Manchmal mit vielen engen Kurven.

Was passieren kann, wenn die Bremsen zu heiß laufen, sieht man hier an dieser Felge:

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Und wenn man unterwegs zu wenig Wasser hat, dann endet es so, wie auf diesem Bild rechts

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Während die erste Strecke bis zum Visitor-Center uns landschaftlich beeindrucken konnte, so war das Gebiet vom Visitor-Center bis kurz vor Pahrump total öde und schier endlos…

Aber wir haben es überstanden und sind nun auf dem Wine Ridge RV Resort in Pahrump. Dieser Campground wurde uns von Billie und Wolfgang empfohlen, und dafür Dank an dieser Stelle. Auch wenn er nicht mehr – wie im letzten Jahr 12 US$ pro Nacht kostet – sondern 22 US$, so ist er das Geld wert. Ein sehr moderner und gepflegter Campground, der erst wenige Jahre alt ist und große Stellplätze bietet. Darüber hinaus hat er 2 Pools, einen Whirlpool, Fitness-Center, Clubhaus, 2 Billardtische usw. Leider ist seit zwei Wochen die Saison zu Ende. Daher gibt es auch das kostenlose Frühstück nicht, das es sonst in der Woche gibt.

Die Campgrounds in Pahrump, mindestens 19 an der Zahl, werden von Oktober bis Ende April von den Snowbirds besucht. Snowbirds – für alle die weniger mit Campern zu tun haben – sind Leute, die aus dem Norden der USA oder aus Kanada (manchmal auch aus Europa)  im Winterhalbjahr in den Süden der USA fliehen, um der Kälte am Heimatort zu entgehen.

Noch eine Bemerkung zu den Benzinpreisen: im Death Valley gibt es verschiedene Tankstellen. Man braucht also keine Sorge haben, dass man rund 250 Kilometer keine Tankstelle findet. Nur: wer z.B.  in der Nähe vom Visitor-Center tankt, zahlt 4,98 US$ pro Gallone. Hier in Pahrump sah ich eine Tankstelle mit 2,85 US$. Preise jeweils für Normalbenzin.

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3 Kommentare

  1. Noch was, auf den letzten Fotos sieht man im Hintergrund den Mount Whitney, den höchsten Gipfel der USA (ohne Alaska). Von Lone Pine aus, während der Abfahrt fotografiert.
    Hat Walterchen nicht kommentiert. 🙁

  2. Stimmt, als Deutsche muss man 1x durchs Death Valley fahren. Wir haben das 1986 schwitzend erledigt. Unser Rental Car hatte bergauf echte Probleme. Mit eingeschalteter Klimaanlage reichte die Kühlleistung für das Auto nicht. Umgekehrt wurde uns reichlich heiß. In Lone Pine ging’s damals gleich ab in den Pool. Ach ja, lang, lang ist’s her….
    Weiterhin viel Spaß, Ursula & Olaf

  3. Hi…

    übrigens die Indianer ( Timbisha Schochone) sagen dazu:

    It is hot yes, it is our home !

    Es war wirklich heiss, zu heiss!!
    Aber wie unser Freund „DONN“ sagte, die Deutschen und Europäer müssen wohl mal dort gewesen sein- wir also auch !

    :-))

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